Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Einstieg in ein Berufsfeld: Karriere in der PR

thomas_luedeke

Ab sofort bereichern auch Gastbeiträge unser PRSH-Blog. Den ersten Schritt macht Thomas Lüdeke, der seit Anfang 2009 Bundessprecher der DPRG-Junioren ist. Bei komm.passion consulting in Düsseldorf berät er Unternehmen in der internen Kommunikation, Marketingkommunikation und im Umgang mit Medien. Neben einer Tätigkeit als Dozent für Öffentlichkeitsarbeit an der FHM in Bielefeld, gründete er gemeinsam mit Philip Müller das PR Career Center. Vor kurzem veröffentlichten beide den Sammelband „Karriereguide Public Relations“.

 

Einstieg in ein Berufsfeld mit vielseitigen Zugangswegen

Die PR-Branche macht es Einsteigern nicht immer leicht. Wer Jurist werden will, muss Jura studieren. Um Arzt zu werden, braucht es ein Medizinstudium. Doch wie wird man PR-Berater?

Vor einigen Jahren noch gab es kaum fachspezifische Studiengänge, der Weg in das Berufsfeld führte meist über den Journalismus – viele ehemalige Redakteure wechselten die Seite des Schreibtischs und starteten eine Karriere z. B. als Pressesprecher. Heute gibt es mehr und mehr explizite PR-Fachabschlüsse – deren Absolventen müssen bei der Bewerbung um einen Job aber nicht selten feststellen, dass der Personalverantwortliche diese gar nicht kennt oder schätzt. Denn auch talentierte Quereinsteiger bleiben willkommen. Die Studie „Jobmarkt PR Studie“ des PR Career Centers belegt, dass für 69 Prozent der Entscheider in Pressestellen ausgeprägte Kenntnisse und persönliche Kontakte in der Medienlandschaft zur den wichtigsten Eigenschaften eines Pressesprechers oder PR-Beraters gehören. Eine fundierte Ausbildung ist nur für jeden fünften ein Muss.

Trotz der seit Jahren voranschreitenden Professionalisierung des Berufsfelds und zunehmender Bemühungen um Standardisierung: die PR-Branche bleibt ein Berufsfeld mit vielseitigen Zugangswegen.

Generalistischer vs. spezialisierter Ansatz

Generalist oder Spezialist – auch was diese wichtige Grundsatzentscheidung angeht, gibt es keinen Königsweg. Jeder PR-Einsteiger sollte sich in den ersten Berufsjahren fragen: Möchte ich eher Generalist z. B. mit einer Jobperspektive im Management sein? Oder bin ich doch eher Spezialist, der beispielsweise mit einem Chemieabschluss und einer PR-Weiterbildung in der Fachpressearbeit eines Pharmaunternehmens arbeiten möchte?

Generalisten sind flexibel einsetzbar und qualifizieren sich langfristig eher für übergeordnete Managementaufgaben. Geht es um stark themenfokussierte Beratungsaufgaben, sind Generalisten deutlich weniger gefragt. Spezialisten dagegen haben es meist etwas einfacher. Ihre Karriereschritte und Joboptionen sind zwar eingeschränkter, aber dafür umso klarer definiert.

Ist die Branche bereit für Nachwuchs mit PR-Studium?

Nicht nur beim Berufseinstieg kann man sich spezialisieren – auch schon davor. Doch was konkret bringen spezielle Studiengänge mit PR-Schwerpunkt? Vor allem ein fundierteres Grundwissen über PR-Zusammenhänge. Das hilft oft beim Einstieg in den ersten Job, da viele Arbeitgeber – gerade Agenturen – froh sind, wenn sich Bewerber bereits gut mit der Materie, der Branche und deren Trends auskennen.

Langfristig gesehen geht im Laufe einer Karriere – gerade wenn auch Leitungs- und Managementpositionen anvisiert werden – zunehmend auch kein Weg z. B. an fundierten betriebswirtschaftlichen Kenntnissen vorbei. Wer mit Vorständen, Divisionsleitern und Investoren auf Augenhöhe kommunizieren möchte, wird früher oder später eine entsprechende Qualifikation z. B. mit einem MBA-Programm nachholen.

Gute Ausbildung? Pflichtprogramm.

Bei Bewerbungsgesprächen um den ersten Job in der Kommunikationsbranche geht es nur selten um die studierte Fachrichtung; wichtig sind vor allem ein guter Abschluss und ein interessanter Lebenslauf. Was ein interessanter Lebenslauf ist, definiert wohl jeder Personalentscheider etwas anders – grundsätzlich hilft ein roter Faden, der vielfältige Erfahrungen miteinander verbindet, um sich beim Wunscharbeitgeber attraktiv zu präsentieren. Wer zudem Erfahrungen aus dem Ausland vorweisen kann, hat in vielen Bereichen sicher gute Karten, denn auch das PR-Geschäft wird zusehends internationaler.

Überblick schaffen, eigene Meinung bilden

Abschließend ist festzuhalten: Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was die Karriere beflügelt und daraufhin die richtigen Entscheidungen treffen. Doch nutzen Sie bei der Entscheidungsfindung den Rat und die Informationen von Experten. Dann sind Sie bestens gerüstet für eine erfolgreiche Karriere im Berufsfeld Public Relations. Weitere Informationen finden Sie im Karriere-Booklet des PR Career Centers.

Kostenlos erhältlich ist das Karriere-Booklet mit Einstiegstipps:
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2 Responses so far.

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von PR Studium Hannover erwähnt. PR Studium Hannover sagte: Neu bei uns: "Karriere machen in der #PR" – Ein Gastbeitrag von Thomas Lüdeke, #DPRG-Bundesjuniorensprecher http://bit.ly/cdxAbs […]

  2. Sina Petzold sagt:

    Ich glaube, dass gut ausgebildete PRler im Sinne von Generalisten immer wichtiger werden. Denn die Bedeutung der Kommunikationsarbeit nimmt – gerade in Zeiten wie diesen – zu und wird dabei immer professioneller. Vor allem Entwicklungen wie das Web 2.0 machen dabei eine integrierte Kommunikation fast unentbehrlich. Dafür braucht man einfach ein gewisses Fachwissen im Bereich Kommunikationsmanagement. Sicher muss man sich dann in die verschiedenen Gebiete (sei es Chemie oder etwas anderes einarbeiten), aber gerade wenn man b2c kommuniziert, ist es teilweise auch hilfreich, kein „Fachidiot“ zu sein. Im b2b mag das ein wenig anders aussehen. Ich glaube daher, dass es für PR immer mehr Ausbildungsmöglichkeiten geben wird und diese auch an Akzeptanz gewinnen.

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