Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Die PR-Branche nach der Social-Media-Revolution

Dialogorientierte Kommunikation. Das ist in Zeiten von Twitter, Facebook und Co in aller Munde. Doch wie sehr gewollt ist diese Transparenzoffensive eigentlich von den PR-Schaffenden selbst? Wird hier die Kommunikationsbranche nicht viel mehr durch die neue Offenheit sozialer Netzwerke von neuen Nutzungsgewohnheiten der „User“ zu mehr Transparenz gezwungen? Ist dialogorientierte Kommunikation überhaupt grundsätzlich ethischer? Erst kürzlich lud der Deutsche Rat für Public Relations die Branche ein, sich an der Ausarbeitung der neuen „Richtlinie zu PR in digitalen Medien und Netzwerken“ zu beteiligen. Der Branchen-Input war hingegen eher schwach. Gleichzeitig hat die Ethik-Debatte rund um die Kommunikation im Internet noch eine ganz andere Facette: Während von Unternehmen völlige Absenderklarheit eingefordert wird, sieht man sich dort wiederum nicht selten anonymer Kritik ausgesetzt. Wie eindimensional ist hier also die Kritik an der Kommunikationsbranche?

Der Livestream zur heutigen Podiumsdiskussion ist unter livestream.com/prsh zu finden!

Der PRSH e.V. möchte in seinem dritten „PRSH im Gespräch“ am 6.12.2010 im Leibnizhaus Hannover ab 18.00 Uhr daher diesmal unter dem Motto „Wird jetzt alles ethisch(er) – Die PR-Branche nach der Social-Media-Revolution“ insbesondere auf drei Aspekte eingehen:

– Fremdbestimmung oder echter Sinneswandel? – Wie ernstgemeint ist die neue Transparenzoffensive?
– „Gläserne Unternehmen“ gegen anonyme Kritiker. Wie eindimensional ist die Ethik-Debatte?
– Dialog für die Kunden, Verbot für die Mitarbeiter? Die Angst vor dem Verlust der Deutungshoheitem>

Unsere Gäste auf dem Podium:
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Heiko Kretschmer, Geschäftsführer von Johanssen+Kretschmer, Mitglied im Deutschen Rat für Public Relations, Stellv. Vors. der GPRA und Ethikbeauftrager der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung

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Petra Friedlaender – Geschäftsführerin Molthan van Loon Communications Consultants

Klaus Merten

Prof. Dr. em. Klaus Merten – Geschäftsführender Gesellschafter complus, Akademie für Kommunikationsmanagement; Von 1985 bis zur Emeritierung Inhaber der Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Public Relations an der Universität Münster

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Mario Köpers – Executive Director Unternehmenskommunikation TUI Travel, Central Europe; zuvor u.a. Kommunikationschef der Thomas Cook AG

Moderation: Prof. Dr. Wiebke Möhring, Professur für Öffentliche Kommunikation an der FH-Hannover, langjährige Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IJK Hannover und PRSH-Beiratsmitglied

Zum Ablauf:

Einlass im Leibnizhaus ist um 18.00 Uhr. Der PRSH verwöhnt seine Gäste diesmal mit einem Glühwein zur Begrüßung. Start der Diskussion ist 18.30 Uhr. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Über eine Vorabanmeldung freuen wir uns!

Veranstaltungsort:Leibnizhaus Hannover, Holzmarkt 5, 30159 Hannover

Anmeldung:

Anmeldung über XING
Anmeldung über Facebook


5 Responses so far.

  1. Der Branchen-Input war eher schwach? Sagt wer? Was, wenn der Umgang des DRPR mit dem Input eher noch schwaecher war, sogar selbst gesetzte Termine weder eingehalten, noch das Verfahren transparent gemacht wurden? Der DRPR scheitert an seinen selbst gesetzten Anspruechen und entlarvt sich als Selbstbeweihraeucherung der Branche.

  2. PRSH sagt:

    Danke für den Input, den wir gerne aufnehmen werden. Dass der Input schwach war, ist natürlich zunächst mal eine subjektive Beobachtung, die aber, wie Sie anmerken, ja vielerlei Gründe haben kann.

  3. Hier zur Vororientierung noch ein Hinweis auf einen meiner Kommentare: http://www.pr-journal.de/redaktion-aktuell/social-media-web-2-0/8984–deutscher-pr-rat-veroeffentlicht-richtlinie-zur-online-pr.html

    Und, wenn PRSH sich des Themas annimmt, ist es zu viel verlangt, die leicht zu recherchierende Vorgeschichte dieser Richtlinie nachzuvollziehen? Mit Beiträgen zahlreicher Professionals:
    http://www.opensourcepr.de/2010/01/29/pr-rat-blogger-verdeckte-pr-offene-fragen/

    sogar hier im Blog:

    http://www.prsh.de/2010/04/27/drpr-arbeitet-an-web-richtlinie/

  4. Und hier noch ein Hinweis zur Arbeitsweise des DRPR, der sich mit fragwürdigen Begründungen darum herumwindet, sich mit gebotenem Nachdruck eines Falles anzunehmen, der einen der Vize-Präsidenten des Pressesprecherverbandes betrifft, also eine Trägerorganisation des DRPR: http://bendler-blog.de/2010/03/19/pr-und-ethik/

  5. Klaus Kocks sagt:

    ALTER WEIN IN EINEM NEUEN SCHLAUCH
    oder
    HYBRIS BY HEIKO
    Man täusche sich nicht über den bescheiden wirkender Auftritt von Heiko Kretschmer: Das ist zwar „Gaul in schlau“, aber die Hybris eines selbstmandatierten Wächteramtes bleibt; eine kleine Inquisition, berufsethisch energisch, aber ohne intellektuelles Feuer; institutionalisierte Doppelmoral einer ständischen Propaganda. Die Mission heißt ganz banal „PR für PR“. Das sind die Leute, die bei „Aufklärung“ nicht an Immanuel Kant denken, sondern an Oswald Kolle.

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