Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

„Jeden Tag die Kegel wieder frisch aufstellen“

Die Exkursion des PRSH nach Berlin stand ganz unter dem Zeichen der Public Affairs. In den zwei Tagen in der Hauptstadt nutzen wir die Möglichkeit, so viele Eindrücke wie möglich zu sammeln und besuchten diesmal gleich drei Experten im Bereich der politischen Kommunikation.

Der PRSH im Zentrum der politischen Kommunikation
Erste Station war das Bundeskanzleramt, wo uns der Staatsminister Eckart von Klaeden in einer Diskussionsrunde Rede und Antwort stand. Als Mitglied des Bundestages und ehemaliger Pressesprecher der CDU Niedersachsen konnte er uns einen umfassenden Überblick über die Kommunikation zwischen Politikern und Journalisten vermitteln. Vor allem das Verhalten und die Kommunikation in Krisensituationen diskutierten wir ausführlich anhand verschiedener Beispiele, die uns Staatsminister von Klaeden offenbarte. Dabei machte er uns klar, dass es für Politiker oft nicht einfach ist, die richtigen Worte gegenüber der Presse zu finden, um nicht in ein falsches Licht gerückt zu werden.
Im Anschluss an das Gespräch mit Herrn von Klaeden unternahmen wir noch eine kurze Führung durch die wichtigsten Räumlichkeiten des Bundeskanzleramtes. Dabei nutzen wir selbst einmal die Gelegenheit, uns vor den Mikrofonen des „dynamischen“ Pressebereichs zu verewigen.

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Praxiseinblicke und Currywurst unter den Linden

Am nächsten Tag folgte dann zunächst die Exkursion zur    Volkswagen Konzernrepräsentanz in Berlin, wo uns der Leiter Hans-  Christian Maaß für Fragen offen gegenüber saß. Auf sehr sympathische und humorvolle Art und Weise vermittelte er uns einen Eindruck, welche Ziele die Konzernkommunikation in der Politik verfolgt. Vor allem das persönliche Gespräch mit den Mitgliedern von Bundesrat und Bundestag als „geistiger Nahkampf“ sei laut Herrn Maaß das wichtigste Instrument seiner Arbeit. So versucht VW in seiner politischen Kommunikation regelmäßig Politiker an einen Tisch zu bekommen und bei einem kleinen Frühstück branchenrelevante Themen zu besprechen. Maaß selbst pflegt engen persönlichen Kontakt zu politischen Entscheidern und sogar zur Bundeskanzlerin. Denn als Vermittler zwischen Konzern und Politik müsse man jeden Tag „die Kegel wieder frisch aufstellen“, so Herr Maaß. Im Anschluss an das Gespräch gab es für alle PRSHler als ganz besonderes Extra – die berühmte Currywurst mit original VW-Soße.

Public Affairs 2.0

Gut gesättigt machten wir uns gleich weiter auf den Weg zur letzten Station unserer Berlin-Exkursion – der Digital Public Affairs Abteilung der E-Plus Mobilfunk GmbH. Dort empfing uns der Leiter der Abteilung Sachar Kriwoj zunächst mit einer ausführlichen Beschreibung seines beruflichen Werdegangs. Daraufhin präsentierte er uns eine ganz andere und moderne Art und Weise der politischen Kommunikation, die sich vor allem auf neue Kommunikationsmedien stützt. Angefangen hatte dieser Entwurf der digitalen politischen Kommunikation aufgrund der zahlenmäßigen Unterlegenheit der E-Plus Lobbyisten gegenüber der Telekom. Die Idee, soziale Netzwerke zu nutzen, um ein Meinungsabbild der Bevölkerung darzustellen und dieses schriftlich an Politiker weiterzureichen, hatte großen Erfolg. Die E-Plus Gruppe als Innovationsführer auf diesem Gebiet verbindet somit digitale mit analoger Kommunikation und konnte so auch Politiker erreichen, die wenig im Web 2.0 unterwegs sind.
Und auch das „Base Camp“ unter den Linden, ein Café und Veranstaltungsort, an dem laut Herrn Kriwoj „Welten aufeinander treffen“ erreichte eine sehr positive Resonanz in den Medien und der Politik. Hier treffen beispielsweise Politiker auf freiberufliche Blogger, klären Fragen zur mobilen Kommunikation, testen die neusten Smartphones und Tablets oder genießen einfach ein leckeres Essen. Dieser anfangs kleine Veranstaltungsort hat sich nun zu einem Zentrum gemausert, das häufig von Politikern aufgesucht wird und so die Kommunikationsbarrieren auflöst. Wegen des großen Erfolges muss das „Base Camp“ nun sogar auf einen größeren Veranstaltungsort ausweichen.
Die zwei Tage in Berlin haben uns gezeigt, auf welchen verschiedenen Wegen man Public Affairs angehen kann. Wir danken unseren Gesprächspartnern sehr für die Zeit, die sie sich für uns genommen haben und für die umfangreichen Eindrücke, die wir gewonnen haben.


One Response so far.

  1. Joana Witt sagt:

    Eine wirklich spannende Exkursion – toller Semesterauftakt zum Thema Public Affairs.

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