Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

#ThePitch | Agentur-Potpourri auf dem Podium – Einigkeit zum Thema PR-Nachwuchs

Ein Beitrag von Kristin Becke (6. Semester BA Public Relations)

#ThePitch: Am Mittwoch, den 21. Mai lud der #PRSH fünf Agenturvertreter nach Hannover zu sich ein. Prof. Dr. Peter Szyszka begrüßte die Gäste mit einleitenden Worten und gab den Startschuss frei für #ThePitch: Im Sinne des Employer Branding legte sich jede der fünf Agenturen in 15 Minuten für den Nachwuchs von Morgen so richtig ins Zeug.PRSH_ThePitch_Blog

 

Birgit Krüger Ladies first: Birgit Krüger von Consense Communications legte einen eindrucksvollen Start hin. Die gebürtige Uelzenerin gründete zusammen mit Claudia Thaler einst die Agentur in München. Beide führen diese noch heute. Wahrlich eine Rarität, wenn man sich die von Gerhard Pfeffer (PR Journal, ebenfalls bei #ThePitch zu Gast) geschätzten zehn Prozent an Kommunikationsagenturen in Deutschland, von Frauen gegründet und noch heute geführt, vor Augen hält. Consense Communications ist eine Agentur für Marketing und PR, die überwiegend mittelständische Unternehmen aus dem B2B-Bereich betreut. Ihr USP? Consense arbeitet wie eine Band: Jeder spielt sein Lieblingsinstrument – sprich, jeder tut das, was er am besten kann. Bei Consense gibt es keine festen Hierarchien; die Teams werden bei jedem Auftrag neu zusammengestellt. Um optimal für ihre Kunden zu arbeiten, werden regelmäßige Coachings durchgeführt. Bei Consense arbeiten derzeit rund 20 Mitarbeiter. Eine, so Krüger, optimale Größe. Schließlich soll am Ende die Chefin nicht zu weit vom Tagesgeschäft entfernt sein. Was sollte der PR-Nachwuchs mitbringen? „Er soll klug und neugierig sein, Lust auf Veränderungen haben und bereit sein, neue Wege zu gehen.“

Thomas ReineckePitch-Teilnehmer Nummer 2 ist Thomas Reinecke, Geschäftsführer von Dederichs Reinecke & Partner aus Hamburg. Angefangen hat Reinecke in dem wohl schönsten Bereich für die Herren der Schöpfung: der Dessous-Mode. Heute machen Dederichs Reinecke & Partner neben klassischer PR auch klassische Werbung, Social Media und Markenkommunikation. „Wir machen nur für Unternehmen und Dienstleistungen PR, die wir mögen. Das Menschliche ist uns sehr wichtig. Denn das, wofür man arbeitet, muss man cool finden.“ Reinecke & Partner betreut Kunden aus den Bereichen Freizeit, Lifestyle, Tourismus, Food, Green Communications, Sport und Automotive. Jetzt aber mal zum „Hot Shit“ (Zitat Reinecke): Wo soll die Reise in der Kommunikation hingehen? „Marketing frisst PR(!), die Technik wird brutalst dominieren und Social Media nimmt weiter zu.“ Mit den Worten „PR ist der coolste Job der Welt“ motiviert Reinecke die Studierenden.

Hanning Kempe An dritter Stelle pitchte Hanning Kempe, Vorsitzender der Geschäftsführung von Fleishman Hillard Germany, der internationalen Netzwerkagentur aus den USA. Allein 70 Mitarbeiter sind für Fleishman Hillard in Deutschland tätig. Was Kempe besonders an F&H reizt: die internationale Kommunikationsarbeit. Die Agentur betreut große Marken rund um den Globus aus dem Konsumgüter-, Gesundheits-, IT-/Technologie-, Finanzdienstleistungs- und Industriebereich sowie aus dem öffentlichen Sektor. Für Kempe sind ideale Agenturmitarbeiter „fit im Industriebereich und verfügen über ein Tiefenverständnis in Kommunikation.“ Ein Ziel von Fleishman Hillard: Talente konsequent fördern!

Tapio LillerKlein aber fein: Als nächstes pitchte Tapio Liller, Geschäftsführer und Gründer von Oseon, einer sechsjährigen Agentur aus Frankfurt mit neuem Zweitsitz in Hamburg. Zwei Geschäftsführer, sechs Mitarbeiter und drei „freie Feste“ ergeben nach Adam Riese stolze elf Mitarbeiter: „Internationalität braucht keine Größe“. Das kleine Team betreut 14 Retainer-Kunden. Als Kommunikationswissenschaftler kam Tapio Liller „relativ nackt in die PR“: Zufälligerweise absolvierte er bei Fleishman Hillard vor über zehn Jahren sein Volontariat. „Innovationsthemen WTF?“ Online-Marketing, e-Commerce, Enterprise Software, IT & Cloud, Smart Living & Apps und „andere, die nicht in Schubladen passen wie Autoreifen, vegane Restaurants und Personaldienstleister“. Seine Devise: Disziplinübergreifend arbeiten, denn „Schubladen ist was für Leute, die in Schubladen denken.“ Die Werte von Oseon: strategisch, partnerschaftlich, geistreich und respektvoller Umgang auf Augenhöhe.

Sascha Stoltenow

Sascha Stoltenow von SCRIPT Communications schloss mit seiner Präsentation die Pitch-Runde ab. Er leitet das Ressort Industry & Business und arbeitet dort an der Entwicklung und Umsetzung von Content-Strategien für Unternehmen aus dem B2B-Bereich. SCRIPT hat Standorte in München und Frankfurt a.M. sowie eine „best-friend“-Agentur in Berlin. Nach seiner Ausbildung bei der Bundeswehr (Quereinsteiger hoch 10) studierte Stoltenow Geschichts- und Sozialwissenschaften, woraufhin er letztlich PR-Berater wurde. Warum SCRIPT? Ein Unternehmen ist eine Geschichte: ein soziales Gebilde, das durch ein Netzwerk aus Erzählungen strukturiert ist. SCRIPT hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmensgeschichten weiter zu entwickeln. Und by the way: „Marketing ist zu dumm, die PR zu fressen.“ Besonders interessant war Stoltenows Äußerung zu Bewerbungen: „Auf eine Standard-Bewerbung gibt es eine Standard-Absage! Bewerbungen brauchen Eigensinn.“

Nach dem Pitch folgte der zweite Teil der ThePitch_PodiumVeranstaltung: die #PRSHPodiumsdiskussion rund um das Thema #Nachwuchs. Was muss ein Bewerber heute mitbringen? „Gesundes Selbstbewusstsein und ein Stück Demut als Einsteiger.“ Am Ende ist es egal, was man studiert hat. Ein PR-Studium hilft jedoch, die Qualität zu erhöhen. Das Lernen erfolgt on the job. „Was zählt, ist die Persönlichkeit, nicht das Alter.“ Um diese zu entfalten und zu entwickeln, helfen Berufserfahrung und Branchenkenntnisse. Das Podium war sich einig: „Man muss Bock darauf haben, Berater und Dienstleister zu sein!“ Reinecke ergänzt, dass das Team aus der Agentur zum Kunden passen muss. Und zu den Bewerbern: „Die Studenten sind heute alle wunderbar!“ Wo ist also das #Nachwuchsproblem? Birgit Krüger lobte sogar die Ausbildung an der Hochschule Hannover: „Ich habe gehört, die Bewerber aus Hannover kann man am schnellsten einsetzen.“ Was man unbedingt können sollte, um in der Agenturszene zu arbeiten? Rechnen, beraten, führen. „Seid dabei einfach so, wie ihr seid!“ Man soll sich nicht verbiegen. Bewerbungen gehen häufig an Stellen, um seine Defizite auszubügeln. Doch damit ist niemandem geholfen. Denn man soll genau das machen, wozu man Lust hat und was man am besten kann. Was die anwesenden Studierenden besonders gefreut hat: „Bei SCRIPT werden Hochschulabsolventen direkt als Junioren eingestellt.“ Beifall im Planet. Zum Thema Trainee-Programme nennt Reinecke die permanente Weiterbildung als essentiellen Bestandteil. Hanning Kempe von Fleishman Hillard nennt den Vorteil einer internationalen Netzwerkagentur: Veranstaltungen für Trainees in ganz Deutschland und in einigen Ländern Europas, wo sich jeder sein eigenes Netzwerk aufbauen kann.

ThePitch_Podium2#ThePitch bot den Studierenden ein wahres Potpourri: Fünf völlig unterschiedliche Agenturen mit ihren ganz eigenen attraktiven USPs. Besonders erfreulich ist, dass sich die Agenturvertreter beim Thema #Nachwuchs einig waren. Was zählt, ist die Persönlichkeit: Seid also einfach ihr selbst und tut das, was euch am meisten Freude bereitet. So können wir die Kommunikationsszene rocken!

 

Hier eine Zusammenfassung von #ThePitch im Video:


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