Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Alumni-Portrait | Anika Hannig

Anika Hannig ist in der Abteilung Politische Strategie, Außen- und Regierungsbeziehungen bei der Volkswagen AG beschäftigt. 2012 war sie Teil der #30u30-Crew und gehörte somit zu den 30 Young PR Talents aus Deutschland. Heute stellt sie sich unseren Fragen im Alumni-Portrait!

Anika Hannig

Wie hast du den Berufseinstieg nach dem Studium geschafft? Und was machst du heute?

Nach dem Studium bin ich bewusst noch mal ins Ausland nach Kenia gegangen und habe dort als Volunteer in einer Hilfsorganisation gearbeitet – eine ganz persönliche wertvolle Erfahrungen.
Seit meiner Rückkehr bin ich bei Volkswagen in der Abteilung Außen- und Regierungsbeziehungen, Bereich Politische Strategie, tätig.

Wenn du dich an deine Studienzeit an der Hochschule Hannover zurück erinnerst, was vermisst du am meisten?

Meinen Jahrgang und die gelassene Atmosphäre. Das Studium hat einfach Spaß gemacht.

Inwieweit hat dir der PRSH e.V. für deine Zukunft geholfen?

Als Mitglied der ersten Stunde war es spannend zu beobachten, wie sich der PRSH über die Jahre seit der Gründung entwickelt hat. Anfangs noch in kleiner Besetzung, dafür mit Feuereifer dabei, hat sich der Verein mit wirklich guten Formaten heute zu einem Sprachrohr für den Nachwuchs etabliert. Zu vielen der PRSH-Gründungsmitglieder pflege ich bis heute engen Kontakt – das ist für mich wohl der wichtigste Outcome.

Wie schätzt du die Bedeutung einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung im Bereich PR und Kommunikationsmanagementfür das Berufsleben ein?

Wir steigen mit breitem wissenschaftlichen und PR-praktischen Wissen in den Beruf ein: Wie man Kampagnen gestaltet und Konzepte schreibt, wie man welche Werkzeuge einsetzt – das können wir. Berufspraxis selbst fehlt uns hingegen völlig: Wie man sich selbst im Berufsalltag organisiert und sich seine eigene Position im Unternehmensumfeld aufbaut – das können wir (absolut naturgemäß) nicht. Insofern halte ich eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung für sinnvoll und gewinnbringend.

Die Forderung nach fünf Jahren Studium sofort als Junior einsteigen müssen, unterstütze ich deshalb nur eingeschränkt. Traineeships und Volontariate, also unternehmens- und agenturinterne „Ausbildungen“ sind sinnvoll – allerdings bei angemessener Bezahlung.

Was rätst du Studienanfängern und angehenden Absolventen für die Zukunft?

Studienanfängern – nicht mit zu viel Verbissenheit an das Studium gehen. Die Augen in alle Richtungen offenhalten, eigene Erfahrungen sammeln. Nicht nur ein Praktikum ans nächste zu reihen, sondern das machen, was man selbst mag und was einen persönlich weiterbringt. Chefs wollen keine verbissenen Absolventen mit 1,0-Schnitt, sondern Persönlichkeiten mit Leidenschaft für das, was sie tun.

Angehende Absolventen – entspannt bleiben nach dem Abschluss. Sich nicht von der häufig zähen Jobsuche entmutigen lassen, sich nicht zu sehr auf den perfekten Job versteifen und zu viel darüber nachdenken, wohin man möchte: Vieles ergibt und zeigt sich von selbst.

Das Interview führte Denise Sobotta (2. Semester BA Public Relations).

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