Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

PR(SH)-Interview | Björn Eichstädt

Björn Eichstädt ist Geschäftsführer von Storymaker, einer PR-Agentur, die sich auf die Betreuung von Technologie- und B2B-Unternehmen sowie PR in Deutschland und China fokussiert. Gemeinsam mit Meike Leopold hat er die Publikation „Erste Hilfe für Social Media Manager“ herausgegeben. Im April 2014 sponserte er den studentischen PR-Initiativen PRSH, LPRS und campus relations die Teilnahme an den PR Report Awards in Berlin. Heute stellt sich der 39-jährige PR-Professional unseren Fragen im PR(SH)-Interview.

Björn Eichstädt (39) | Geschäftsführender Gesellschafter von Storymaker

bjoern_gruen_02Public Relations bedeutet für mich mit der Öffentlichkeit eine Beziehung einzugehen, an der täglich gearbeitet wird. Geschichten zu vermitteln, die etwas bewegen. Fragen aufzuwerfen, die Widerhall finden.

Ich liebe meinen Beruf, weil so viele Beziehungen noch nicht besonders gut funktionieren – und man mit relativ wenig recht viel daran ändern kann. Und dabei an unheimlich großes Repertoire an Dingen, Kenntnissen und Fähigkeiten einbringen darf. 

Die bedeutsamsten Herausforderungen der Zukunft im Bereich PR sehe ich in dem Aufbau wirklicher Beziehungen, nicht in Tools, in Techniken, in Trends. Sich darauf zu konzentrieren, was tatsächlich Bedeutung hat und Geschichten zu erzählen, die bewegen, Fragen zu beantworten, die tatsächlich wichtig sind, das ist die bedeutsamste Herausforderung der PR inmitten von Buzz und „Content“.

Die PR Profis der Zukunft sollten vor allem viel über Verbindungen von Menschen und Mechanismen von Kommunikation wissen. Und dies auch anwenden können, mit Wissen und Fähigkeiten in Feldern, die mit Kommunikation überhaupt nichts zu tun haben. Sie sollten rechts und links schauen und nicht nur den aktuellen Trends hinterherhecheln. Das machen nämlich alle. Und damit unterscheidet sich niemand. 

Eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich Kommunikationsmanagement finde ich fast so gut wie eine praktische Ausbildung. Vor allem sollte sie begleitet sein von anderem Wissen. Denn Kommunikation ohne Inhalte ist vor allem eine leere Hülle.

Was ich den Studierenden der Hochschule Hannover noch auf den Weg geben möchte (in Bezug auf ihren beruflichen und weiteren akademischen Werdegang): was Steve Jobs sagt. Und sonst: Neugierig sein, Dinge tun, auffallen. Und an Euren Beziehungen mit den unterschiedlichsten Leute arbeiten natürlich. Damit Ihr auch etwas zu erzählen habt.

Das Interview führte Lan Anh Nguyen (3. Semester MA Kommunikationsmanagement).


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