Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

PR(SH)-Interview | Susanne Liedtke

Podium 1_Susanne LiedtkeSusanne Liedtke arbeitet seit anderthalb Jahren bei achtung! in Hamburg. Als Senior Strategist und Transformation Directorin managed sie die Weiterentwicklung der Agentur und macht sie zukunftsfähig. achtung! beschäftigt heute 120 Mitarbeiter, gehört zu den Top 25 der inhabergeführten Werbeagenturen, zu den Top 15 der PR-, zu den Top 3 der Social-Media-Agenturen und – nach Awards – zu den 10 kreativsten Earned-Media-Agenturen. Zuvor arbeitete sie unter anderem als Social Media Managerin bei Bonprix und Abteilungsleiterun für innovative Marktbearbeitung bei Otto.

Susanne Liedtke (44) | Senior Strategist und Transformation Directorin von achtung! Kommunikation

Public Relations bedeutet für mich eine Kommunikationsdisziplin, die nicht mehr isoliert betrachtet werden sollte und die ihre Kompetenz für Storydoing viel stärker auch in den Marketingabteilungen platzieren sollte.

Ich liebe meinen Beruf, weil jede Aufgabe immer auch eine neue Herausforderung darstellt, an der ich fachlich und persönlich wachsen kann, weil er mich mit spannenden Menschen zusammenbringt und weil es keine Routine gibt.

Die bedeutsamsten Herausforderungen der Zukunft im Bereich PR sehe ich in der sehr schnellen Taktung und damit der Anforderung 24/7 in Echtzeit exzellent kommunizieren zu können; in der Fragmentierung der Mediennutzung und den jeweils unterschiedlichen Spielarten und -regeln der Medien; in der absoluten Notwendigkeit, Relevanz zu schaffen – das ist nicht neu – gilt aber heute mehr denn je und bedeutet, über die Disziplin hinaus zu denken.

Die PR Profis der Zukunft sollten vor allem neuen Medien gegenüber aufgeschlossen sein, hyperflexibel sein und den ‚alten Hasen‘ gut zuhören. Denn eines wird sich nicht ändern: Empathie, die Fähigkeit, substanzielle Beziehungen führen zu können und Expertise bleiben Grundvoraussetzungen, um ein Kommunikations-Profi werden zu können.

Eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich Kommunikationsmanagement finde ich immer sinnvoll. Sie schafft bei Kandidaten eine deutlich bessere fachliche Grundlage. Sie können fundierter in den Beratungsalltag einsteigen. Das ersetzt nicht die Praxis und heißt auch nicht, dass es ohne eine spezifische, wissenschaftliche Ausbildung überhaupt nicht möglich ist, ein Kommunikationsprofi zu werden.


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