Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

PR(SH)-Interview | Nobue von Wurzbach

Nobue von Wurzbach studiertePodium 2_Nobue von Wurzbach „International Studies“ und „Economics“ und erwarb zusätzlich einen Master in „International Development“ in Washington D.C. (USA). Weitere Studien- und Arbeitsaufenthalte führten sie nach Spanien, Italien, Israel, Irland und Japan. In Deutschland war sie zunächst mehrere Jahre bei dem Maschinenbaukonzern Schenck Process tätig. Danach wechselte sie zur GEA Group, wo sie u.a. als Head of Strategic Marketing und Business Development und zuletzt als Head of Corporate Organizational Development auch für das Diversity Management verantwortlich war. Seit August 2014 ist sie Head of Global Diversity Management bei Continental.

Nobue von Wurzbach | Head of Global Diversity Management Continental

Public Relations bedeutet für mich Dialog im Spannungsfeld der Ziele eines Unternehmens einerseits und den Anforderungen der Gesellschaft an das Unternehmen andererseits. Unternehmen sind integraler Bestandteil einer modernen Gesellschaft, nicht nur weil sie Arbeitsplätze bieten und Produkte/Dienstleistungen in den Wirtschaftskreislauf einbringen, sondern weil die Grenzen zwischen Beruf und Privatem immer mehr verschwimmen. Damit sollte die Verantwortung der Unternehmen für die Gesellschaft zunehmen.

Ich liebe meinen Beruf, weil ich mir Gedanken über strategische Entwicklungen im Unternehmen und in der Wirtschaft machen darf. Mich treibt die Herausforderung an, dass ein globales Unternehmen sich als ein „System von Menschen“ beständig auf ein dynamisches und zuweilen auch kontroverses Umfeld einstellen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine bedeutsame Herausforderung der Zukunft für den PR-Bereich sehe ich darin, die Eigeninteressen eines Unternehmens und die Interessen einer vernetzten und kritischer eingestellten Unternehmensumwelt auszubalancieren.

Die PR-Profis der Zukunft sollten vor allem in der Lage sein, ganzheitlich zu denken und die Auswirkungen einer technologischen, vernetzten und sich wandelnden Welt auf ihre Arbeit zu verstehen.

Eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich Kommunikationsmanagement finde ich wesentlich, da sich Kommunikation an sich wandelnde Umstände anpassen muss, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Eine profunde wissenschaftliche Ausbildung kann als Fundament und Bezugspunkt dienen.

Was ich den Studierenden der Hochschule Hannover noch auf den Weg geben möchte (für ihren weiteren akademischen und beruflichen Werdegang): Versuchen Sie trotz aller PR-Zielsetzungen den Status quo kritisch zu hinterfragen. Machen Sie nicht nur Ihren Job, versuchen Sie Verantwortung zu übernehmen. Behalten Sie im Hinterkopf, dass wir in einer Zeit leben, in der Wandel eine „Konstante“ ist.


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