Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Alumni-Portrait | Sarah Ognibeni

Aventics 1404 7414 45633Sarah Ognibeni arbeitet heute als External Communications Managerin bei Aventics. In einem Interview erzählt sie uns, wie sie von der Hochschule Hannover zu ihrem jetzigen Arbeitsplatz kam.

Wie hast du den Berufseinstieg nach dem Studium geschafft? Und was machst du heute?

Direkt nach dem Studium habe ich ein Auslandspraktikum absolviert. Vier Monate lang habe ich in der PR-Agentur Burson-Marsteller in Sydney die Dinge, die ich während des Studiums gelernt habe, praktisch umgesetzt.
Anschließend habe ich bei der LURCH AG in Hildesheim den Marketing- und PR-Bereich übernommen. In dem kleinen Unternehmen konnte ich mich gut einbringen und mitgestalten.

Seit Februar 2014 bin ich bei AVENTICS im Bereich Corporate Communications tätig. AVENTICS ist mit rund 2.100 Mitarbeitern viel größer als mein voriger Arbeitgeber und dementsprechend anders ist auch der Arbeitsalltag.In dem Industrieunternehmen war ich anfangs für die interne und externe Kommunikation zuständig, seit November bin ich federführend für die externe Kommunikation verantwortlich.

Wenn du dich an deine Studienzeit an der Hochschule Hannover zurück erinnerst, was vermisst du am meisten?

Die Zeit an der Fachhochschule war spannend, lehrreich und eine gute Ergänzung für meinen bisherigen Werdegang. Ich habe das Studium genossen, vermisse heute jedoch nichts. Das soll jetzt nicht falsch klingen – aber ich finde für alles gibt es eine bestimmte Zeit im Leben.
Ich bemühe mich jeden Lebensabschnitt zu genießen und muss deswegen keinem Abschnitt nachtrauern. Ich habe diese Phase ja gelebt. Zudem hat das Berufsleben viel zu bieten.
Auch in der Arbeitswelt knüpfe ich gute Kontakt, bewältige aufregende Herausforderungen und das Lernen hört ebenfalls nicht auf.

Inwieweit hat dir der PRSH e.V. für deine Zukunft geholfen?

Durch das Netzwerk konnte ich den Kontakt zu der Fachhochschule Hannover und zu ehemaligen Kommilitonen des Studiengangs Public Relations halten und das auch jahrgangsübergreifend. Zudem habe ich die Möglichkeit, die aktuellen Entwicklungen in der PR-Branche zu verfolgen und bleibe so stets informiert.

Wie schätzt du die Bedeutung einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung im Bereich PR und Kommunikationsmanagement für das Berufsleben ein?

Die Ausbildung hilft mir, Zusammenhänge besser zu verstehen, meine Kommunikationsmaßnahmen zielgerichteter zu planen und alles in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.Bei Herausforderungen fühle ich mich sicher, denn ich habe ein Rückgrat aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, derer ich mich bedienen kann.
Doch im Berufsalltag nutze ich vor allem meine Kenntnisse aus den praxisbezogenen Lerneinheiten. Pressemitteilungen schreiben, Kommunikationskampagnen planen und umsetzen, den richtigen Ton im Umgang mit Journalisten treffen, Presseevents vorbereiten und aktiv daran teilnehmen: Dies sind alles Dinge, die ich während meines Studiums der Public Relations theoretisch und in Planspielen gelernt habe und die heute zu meinem Beruf gehören.

Was rätst du Studienanfängern und angehenden Absolventen für die Zukunft?

Niemand sollte sich unter Wert verkaufen.
Im Grunde kann jeder kommunizieren, aber nicht jeder ist ein Kommunikationsprofi.
Gute Kommunikation ist selten und will gelernt sein. Mit dem Studium der Public Relations hat jeder Absolvent gutes Handwerkszeug für die berufliche Zukunft.

Jeder zukünftige Kommunikationsprofi sollte zudem versuchen, die Vielfalt zu erfassen und anzunehmen und dabei nicht so stark in Schubladen zu denken. Gerade in unserem Berufsfeld gibt es keine Wahrheit und kein richtig oder falsch.
Es geht viel um persönlichen Geschmack und Vorlieben und auch darum zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, die richtige Idee zu haben. Studienanfänger, die offen sind und sich auf die Kommunikation einlassen, haben später einen großen Vorteil.

Auch beim Berufseinstieg ist eine breite Sicht der Dinge und eine Flexibilität beim Denken vorteilhaft. Die Kommunikation in Unternehmen ist immer abhängig vom Sender, den Empfängern und den Umständen in denen sie stattfindet. Im Berufsleben muss man sich immer auf neue Situationen einstellen: Kommunikation ist lebendig und keinesfalls starr oder eindimensional.
Und auch wenn die Kommunikation hochkomplex sein kann, muss man trotzdem keine Angst vor ihr haben: Denn sie wurde uns allen in die Wiege gelegt.

Das Interview führte Jennifer Mohrmann (1. Semester MA Kommunikationsmanagement)


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