Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Alumni-Portrait | Martin Höfelmann

Vor fünf Jahren initiierte unser Vereinsgründer Martin Höfelmann die Gründung des PRSH e.V. auf der Expo Plaza. Nun arbeitet er als Referent in der Berliner Konzernrepräsentanz der Volkswagen AG. Zuvor war er in Wolfsburg im Bereich Außen- und Regierungsbeziehungen in der Politischen Kommunikation des Autobauers tätig. 2011 wurde Martin vom PR Report als „Student des Jahres“ ausgezeichnet.

Podium 1_Martin HöfelmannWie hast du den Berufseinstieg nach dem Studium geschafft? Und was machst du heute?

Ich habe mich während des Studiums um ein langfristiges Praktikum bei Volkswagen in Wolfsburg bemüht. In den Außen- und Regierungsbeziehungen der Volkswagen AG habe ich im Anschluss an das Praktikum meine Master-Arbeit zum Thema „Digital Public Affairs“ geschrieben. Parallel habe ich eigenverantwortlich an einigen Corporate Publishing Projekten der Politischen Kommunikation gearbeitet. Währenddessen wurde ich in die „studentische Talentbank“ des Konzerns aufgenommen und konnte im Anschluss in den Außen- und Regierungsbeziehungen als Referent weitermachen.

Wenn du dich an deine Studienzeit an der Hochschule Hannover zurück erinnerst, was vermisst du am meisten?

Natürlich die Methodik-Seminare von Frau Möhring, einige liebe Kommilitonen und gemeinsame Wochenend-Blockseminar-Ausflüge zu IKEA.

Inwieweit hat dir der PRSH e.V. für deine Zukunft geholfen?

Vieles was zur täglichen Arbeit im Job gehört, beispielsweise die Organisation von Veranstaltungen, konnte man beim PRSH bereits sehr gut üben, ausprobieren und sich damit selbst qualifizieren. Insofern sind viele Betätigungsfelder des PRSH durchaus vergleichbar mit der Praxis, diese Erfahrungen helfen einem enorm weiter. Darüber hinaus bedeutet der PRSH für mich, dass man mit einer guten Idee und viel Engagement etwas auf die Beine stellen kann, was dann auch noch funktioniert. Das motiviert ungemein.

Wie schätzt du die Bedeutung einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung im Bereich PR und Kommunikationsmanagement für das Berufsleben ein?

Klar ist, dass man im beruflichen Alltag selten mit kommunikationswissenschaftlichen Theorien zu tun hat. Das gilt auch für meine letzte Datenerhebung, die ebenfalls im Studium stattfand. Dennoch ist eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung unerlässlich, weil ich mich Dank der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragen im Studium auch mit komplexen Sachverhalten der Praxis – zum Beispiel Gesetzgebungsverfahren – vertiefend beschäftigen kann. Gleichzeitig hat mir die methodische Ausbildung geholfen, heute relativ schnell die Datengrundlage von Studien zu identifizieren, zu bewerten und somit nicht alles zu glauben.

Was rätst du Studienanfängern und angehenden Absolventen für die Zukunft?

Es gibt kaum noch Bewerber, die ein fehlerfreies Anschreiben verfassen können, was sich dann auch noch sprachlich gut liest. Rechtschreibung und Ausdrucksvermögen sind meiner Meinung nach jedoch die Grundeigenschaften eines Kommunikators. Insofern kann ich nur raten, darauf größten Wert zu legen und vielleicht auch einmal ein journalistisches Praktikum zu absolvieren. Ansonsten ist meine Beobachtung, dass es ohne längerfristige Praktika schwer ist, einen richtigen Einblick in die Praxis zu erhalten und bei Praktikumsbetreuern einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Das Interview führte Lan Anh Nguyen (3. Semester MA Kommunikationsmanagement).


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