Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Nach den Sternen greifen: Warum sich das Engagement im PRSH lohnt

Ein Beitrag von Lan Anh Nguyen (5. Semester MA Kommunikationsmanagement)

Es war eigentlich kein besonderer Tag an der Expo Plaza in Hannover und doch ist er mir besonders in Erinnerung geblieben. Nach einer Vorlesung im dritten Studiensemester machte ich mich auf den Weg, um meine Anmeldung für die bevorstehende Praxisphase einzureichen. Vor dem Büro des PR-Studiengangkoordinators erregte ein kleiner Artikel am schwarzen Brett meine Aufmerksamkeit: „PRSH-Gründer ist PR-Student des Jahres“. Unter dem Artikel war ein Foto des Preisträgers abgedruckt: ein Masterstudent der Hochschule Hannover, der aufgrund akademischer Leistungen, beruflicher Praxis und außercuricularem Engagements bei den PR Report Awards 2011 ausgezeichnet wurde. Es handelte sich um Martin Höfelmann.

Das war mein allererster Kontakt mit dem PRSH und sollte auch nicht mein letzter sein. Fortan engagierte ich mich neben dem Studium als Social-Media-Korrespondentin und twitterte im Namen der @pr_studenten über PR-Lectures, Podiumsdiskussionen, Karrieretage, Workshops und Exkursionen. Nach und nach habe ich mich an die ersten Blogbeiträge gewagt und redaktionelle Themen in Branchenmedien wie dem PR Report initiiert. Ich habe schnell gemerkt, dass der PRSH die Tür in die Berufswelt öffnet. Der Verein bietet Studierenden die Chance, sich bereits im Studium mit namhaften Professionals zu vernetzen und PR-Kompetenzen unter Beweis zu stellen.

Mit einer Replik auf die Klage von GPRA-Präsident Uwe Kohrs löste ich mit meinen Vorstandskolleginnen Nina Krake und Julia-Maria Blesin Ende 2013 die #Nachwuchsdebatte aus: eine längst überfällige Diskussion um Qualifikation, Bezahlung und Wertschätzung von akademischen Berufseinsteigern in der PR-Branche. Die Debatte hat nicht nur in der Fachpresse Niederschlag gefunden, sondern auch zu konstruktiven Gesprächen mit Branchen- und Agenturverbänden geführt und den überregionalen Austausch mit den studentischen PR-Initiativen aus Leipzig, Mainz und Münster gestärkt.

Gemeinsam mit meinen Vorstandskolleginnen Kristin Becke, Lara Wöhrmann und Janine Riedel habe ich den PRSH 2014/15 durch das fünfte Vereinsjahr geleitet. Unter dem Leitmotto „change“ haben wir im Jubiläumsjahr nicht nur den großen WebsiteCheck in Kooperation mit dem PR-Journal durchgeführt, sondern auch neue Veranstaltungsformate wie #ThePitch oder das PRSH-Forum ins Leben gerufen und damit die Reputation unserer Hochschule als Standort für exzellente PR-Ausbildung gestärkt.

COLLAGE

Rückblickend muss ich zugeben, dass mein Studienleben zeitweise mehr aus ehrenamtlicher Vereinsarbeit bestand als aus Literaturstudien oder WG-Parties. Letzten Endes hat sich jedoch jede einzelne Nachtschicht ausgezahlt – und davon gab es mehr als genug. Die lehrreichen Erfahrungen, die Zusammenarbeit mit top-motivierten Vereinsmitgliedern, die unvergesslichen Erlebnisse mit zwei großartigen Vorstandsteams und die wunderbaren Bekanntschaften mit großen Branchenpersönlichkeiten möchte ich heute nicht mehr missen.

Ambitionierten Studierenden, die mehr als eine Matrikelnummer an der Hochschule sein möchten, kann ich nur raten: Bringt Euch in die Vereinsgeschicke ein, übernehmt Verantwortung für den Verein, respektiert die Arbeit der Mitglieder und baut Euch ein Netzwerk auf. Der PRSH ist eine gute Schule für das Berufsleben!

Es mag kitschig klingen, aber durch den PRSH können Träume in Erfüllung gehen: Ich war unter anderem Interviewpartnerin vom pressesprecher und durfte als „Young Professional“ auf dem Kommunikationskongress 2014 sprechen. Im Young-Talent-Wettbewerb #30u30 habe ich mich für die Shortlist der PR Report Awards 2015 qualifiziert und heute bin ich Mitglied im Young Professionals Network des BdP. Alles Dinge, die ich mir niemals erträumt hätte, als ich vor vier Jahren das Anmeldeformular für das Praxissemester abgeben habe.


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