Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

PR – mein Studienstart: Teil 2

Willkommen an der Hochschule Hannover – Du hast es geschafft. Was ist das eigentlich für ein Gefühl, die Zusage zum Wunschstudium zu erhalten? Wie erleben Studenten die ersten Tage? Und wie erklärt man eigentlich seiner Familie, was man denn da genau studiert?

In einer wöchentlichen Kolumne geben PR-Studierende aus dem zweiten Semester Einblicke in ihre Gefühle und Erlebnisse zum Studienstart an der Expo Plaza.

Im zweiten Teil unserer Serie berichten Jan Niklas Fischer, Federico Battaglia, Julia Gerstmayr und Stefan Prohaska.

 „Und wer sind Sie jetzt?“
Aller Anfang ist schwer, doch lange nicht so schwer wie man befürchtet. Ich erzähle euch heute von meinem Studienstart: Meinen Anfangsschwierigkeiten, meinen Erfahrungen und meinen Erfolgen.

Unser Studium begann mit einem dreiwöchigen Projekt, in dem wir eine eigens entwickelte Zeitung herausgeben sollten. Mein erster Tag war für alle anderen aber schon der Dritte, da ich vorher nicht anwesend sein konnte. Ich wollte also pünktlich in Raum 1.28 auftauchen, um noch vor Beginn alle kennenzulernen. Aber es kam natürlich ganz anders. Ich verpasste, aufgrund einer Kolonne von Treckern, die vor sich hin tuckerten, den Zug. Also saß ich mit einer Stunde Verspätung in Linie sechs Richtung Hochschule – Hat ja super geklappt. Solch eine Verspätung wäre in der Schule, aus der ich frisch entlassen wurde, unvorstellbar gewesen.

„Endpunkt: Messe-Ost und zur Expo-Plaza – Fahrgäste bitte aussteigen“
Bis ich mich allerdings auf dem Gelände zurechtfand und begriffen hatte, dass ich nicht im Design-Center nach meinem Raum zu suchen hatte, waren weitere 20 Minuten vergangen. Ich betrat dann aber endlich den Raum und sagte dem Dozenten und denen an den PC gefesselten Studis „Guten Morgen“. Ich war gerade dabei mich zu setzen, als der Dozent auf mich zu kam und mich fragte:“ Und wer sind Sie jetzt?“ Nach kurzer Erklärung der Umstände antwortete er nur „Achso“ – Alles easy also.
Anschließend entdeckte ich den Vorteil eines Kommunikationsstudiengangs – Jeder will kommunizieren. Alle Kommilitonen kamen unvoreingenommen auf mich zu und fragten nach, wie ich heißen würde, wer ich sei und wo ich herkäme. Ich hatte das Gefühl, dass jeder froh war einen neuen Menschen kennenzulernen, sowohl ich als auch meine Kommilitonen.

Frühes Networking dank PRSH
Ich lernte immer mehr neue Leute kennen. Das habe ich auch dem PRSH zu verdanken. Durch den Verein konnte ich schnell auch Kontakte zu Kommilitonen aus den älteren Semestern knüpfen. Ich hätte mir kaum eine schönere Anfangszeit vorstellen können. Und das Wichtigste ist für mich, dass ich mich bis heute nicht frage, ob ich das Richtige gewählt habe, denn für mich ist es das. Und das Projekt haben wir übrigens auch gemeistert.
Ein Beitrag von Jan Niklas Fischer, BPR 2

+++

Mein erster Tag an der Uni – Oma ist beruhigt, ich auch ein wenig
Von PR, meiner Oma und Sparmaßnahmen – der Tag an dem die Erstis mal Stars waren. Ein Einblick in meinen ersten Tag an der Hochschule Hannover.

„Wer ist dieser PRSH?“
Mein erster Tag an der Hochschule Hannover: „Wer ist dieser PRSH?“, frage ich mich während ich mein Knäckebrot mit Ketchup auspacke – bei Mama hätte es noch was ordentliches gegeben. Aber immerhin konnte ich gerade einen Kugelschreiber und einen Notizblock für lau ergattern – läuft bei mir! Ich schaue mich um, ob ich bekannte Gesichter sehe. Anscheinend nicht. Dann schreibe ich für’s Gewissen doch gleich mal einige zusammenhangslose Wörter auf ein Blatt Papier. Public Relations…Journalismus…Öffentlichkeit…Bacon…Botschaft. Das reicht aber auch für heute, wir wollen ja noch niemanden überfordern.

Alles ist gut, Oma.
Aber mal im Ernst. Ich hatte offensichtlich zuvor nicht die leiseste Ahnung was PR überhaupt bedeutet. Der Begriff erscheint so gängig, dass der eigentliche Sinn verloren zu gehen scheint. Meine ersten Eindrücke können mich aber beruhigen. Ich kann Oma erzählen, dass mein Berufsziel durch und durch seriös ist. Nur was dieses PRSH Ding ist weiß ich leider noch immer nicht, aber der Tag ist ja noch jung.

Der PRSH.
Ich schließe mich einer Gruppe von jungen Leuten an, von der ich meine ihr zugeteilt worden zu sein. Ist schön, diese Uni. Moderne Technik, junge Leute und die Preise in der Mensa sind auch ganz nice. Ich entschließe mich kurzerhand meine Küche heute noch zu einem riesigen Getränkekühlschrank umzufunktionieren. „…da müsst ihr euch unbedingt anmelden!“, wer stört meine unvergleichlichen Tagträume? Jetzt reden die auch schon vom PRSH. Ich hole mein Smartphone raus und informiere mich. Public Relations Studierende Hannover. Fachvorträge, Veranstaltungen, Mitarbeit an verschiedenen Projekten. Klingt gut.

Erst Uni, dann einkaufen.
Ich packe meinen Block und meinen Stift ein und gehe Richtung Straßenbahnhaltestelle. Heute war ein guter Tag. Ich hab nämlich drei Dinge gelernt: Ich studiere nicht nur irgendwas mit Medien, es gibt coole Möglichkeiten sich als Student zu engagieren und ich muss eindeutig einkaufen gehen.
Ein Beitrag von Federico Battaglia, BPR 2

+++

Von Luftmatratzen, Tatort und der großen Chance
Eine etwas seltsame Situation. Ich sitze hier in meiner Wohnung und eigentlich ist alles wie immer. Ich kann es nicht fassen, in einem Monat wird sich mein Leben um 180 Grad wenden. Pünktlich am 01.08. erreicht mich die Zusage für den Studienplatz Public Relations an der HsH.

Da geht es wieder los mit meinen Ausbruchfantasien: Ist es nicht schöner einen Verkaufsstand für Luftmatratzen am Meer zu besitzen als sich vier Wochen mit einer Hausarbeit zum Thema Unternehmenskommunikation abzuquälen? Ich hätte alles für ein paar Erfahrungsberichte der HsH zum Durchlesen und weniger Panik getan, aber ausgerechnet heute spinnt der WLAN Router.
Man, ist mir mulmig zu Mute. Überzeugend war der zweite Gedanke: Gott sei Dank wohne ich bereits hier und erspare mir lästige WG-Besichtigungen oder Arrangements in dreckigen Studentenwohnheimen – nur um ein paar Klischees zu nennen.

Der erste Eindruck – ein Schauplatz für Erstsemester
Die Wochen vergehen schnell und der erste Tag als Vollzeitstudentin ist wenige Stunden entfernt. Ich habe keine Idee in welchem Raum die Begrüßung der Erstis stattfinden soll und laufe irritiert und hektisch über den Campus. Bitte, wer nennt auch einen Raum EP12? Ich fühle mich wie auf Spurensuche bei der Polizei oder einfach einem schlechten Tatort im NDR. Glücklicherweise ließen sich ein paar meiner Kommilitonen identifizieren, die mindestens genauso nervös an mir vorbei laufen. Meine Chance, schnell hinterher.
Der Raum hat eine beeindruckende Wirkung. Er ist groß, die Sitzplätze verlaufen von oben nach unten und haben sogar einen Miniklapptisch, wow, so stell ich mir einen Vorlesungssaal der Universität vor. Ehrlich gesagt, ist es eng und ungemütlich, ähnlich wie im Flugzeug. Meine Blicke wandern durch den Raum und ich bin auf der Suche nach einer sympathischen Person mit einem freien Sitzplatz. Puh, gefunden. Die Stimmung ist gut und die Begrüßung verschiedener Gremien nimmt seinen Lauf…

Der zweiter Eindruck – alles richtig gemacht!
Im Moment habe ich viel um die Ohren. Im Team erarbeiten wir ein strategisches Kommunikationskonzept für einen realen Arbeitgeber, befassen uns mit der Medien- und Pressearbeit und freuen uns auf die Praxisphase im vierten Semester. Als Public Relations Studentin gebe ich Ideen eine Stimme und überbringe Menschen Botschaften als Kommunikatorin.
Mittlerweile bin ich froh diesen Berufsweg zu gehen, denn sogar das wissenschaftliche Arbeiten weckt in mir Begeisterung, von der ich nichts wusste. Und ja! Genau richtig, wie fast jedes Unternehmen benötigen wahrscheinlich auch Luftmatratzenhersteller Öffentlichkeitsarbeit und gut ausgebildetes Personal…
Ein Beitrag von Julia Gerstmayr, BPR 2

+++

Science Fiction Kulisse im Regen
Fertig machen zum Beamen! Mit dem PR-Studienstart verbinde ich einen spannenden Briefwechsel und das futuristischste Uni-Gelände, das man sich für „die dunkle Seite der Macht“ nur vorstellen kann.

Ein postalisches Wechselbad der Gefühle, so würde ich meinen Start an der Hochschule Hannover im Studiengang PR beschreiben. Nach langer Zeit der Suche auf eine Perspektive hatte ich nicht schlecht gestaunt, als ich auf einmal Post von der Hochschule erhalten habe. Denn ich war, wie durch ein Wunder, … nicht angenommen. Wie gefühlt 90% meiner zukünftigen Studienkollegen. Und das, nur um kurze Zeit später einen zweiten Brief zu bekommen, in dem ich mich dann doch als glücklicher Gewinner eines Studienplatzes bezeichnen dürfte.

Die dunkle Seite der Macht
Dabei wusste ich am Anfang gar nicht was PR überhaupt bedeutet. Öffentlichkeitsarbeit, soviel wusste ich schon, aber mehr auch nicht. Voller Erwartung ging ich durch eine Führung des Studycamps auf das Expo-Gelände, der vermeintliche Landeplatz für Kosmonauten der kommunikativen dunklen Seite der Macht … allerdings im Regen.

Back to the future
Mein Verdacht schien sich zu bestätigen als ich das zum Abflug bereite Ufo mit Kinosaal erspähte, worin auch später die ersten Einführungsveranstaltungen stattfanden. Bin ich nun bei der NASA oder der Hochschule? Der futuristische Charakter des EXPO-Geländes war dann doch ein krasser Unterschied zu dem Altbau des historischen Seminars der Lebniz Uni, wo ich vorher schon einmal studiert habe. Eine regelrechte “Back-to-the-future-Stimmung” … nur leider ohne DeLorean.
Aber man gewöhnt sich an die windumtosten unendlichen Weiten des EXPO Plaza. Man braucht zwar Lichtjahre um mit der Bahn in die Raumstation der HsH zu gelangen. Aber eins hat man auf jeden Fall: Einen galaktischen Start.
Ein Beitrag von Stefan Prohaska, BPR 2

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.