Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

#PRinH die Erste: der PRSH zu Gast bei Dievision

Am Dienstag, dem 31. Mai 2016, waren wir zu Gast bei der Agentur Dievision. Der Besuch war der Auftakt der neuen Exkursionsreihe #PRinH, bei der sich die Studierenden auf Entdeckungstour begeben und die Kommunikationswelt in Hannover erkunden. Los ging es mit einer Einführung á la von Studenten für Studenten: Maresch Bär, 6. Semester Public Relations und derzeit Werkstudent bei Dievision, zeigte uns auf einem kleinen Rundgang das eindrucksvolle Gebäude der Agentur. Sportlich, sportlich: Dievision sitzt in einer alten Sporthalle, die ehemals im Besitz der tierärztlichen Hochschule war. Degen, Matten, Böcke, Bälle: Dievision hat das Gebäude grundlegend renoviert und dabei Stilelemente aus der sportlichen Vergangenheit mitaufgegriffen. Sogar mit eigener Bar im Keller, die man sonst von traditionellen Vereinsheimen her kennt. Heute ist sie zentraler Treffpunkt für das Mittagessen oder das Feierabendbier.

Nach der Führung durch die verschiedenen Bereiche, vom Technik- über das Strategie- bis hin zum Kreativ-Team, stellte uns Maresch Dievision in einer kurzen Präsentation vor: Mit der Vision „Bestmarken setzen“ ist Dievision bereits seit 20 Jahren erfolgreich im Markt tätig. 1996 wurde die Agentur von drei Studenten des IJK gegründet – des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung. Dievision begleitet seine Kunden auf dem Weg der Digitalisierung und steht für den Einsatz vernetzter Kampagnen. Die Agentur entwickelt auf den Kunden zugeschnittene Kampagnen von Print bis Online, von der Plakatkampagne über Werbung auf der Homepage bis hin zu Apps und SEO. Sogar Radiospots zählen zu den Leistungen. Die Schwerpunkte von Dievision bilden Beratung und Strategie, Text und Content, Visual Design und Technologie. Die Technologieexperten sitzen zum Großteil an Dievisions zweitem Standort Berlin. Heute umfasst die Agentur 44 Mitarbeiter.

Weiter ging es unter dem Claim „Berufsbilder im (digitalen) Wandel“ mit Laura Schomaker, ebenfalls Absolventin des IJK. Maresch stellte ihr einige Fragen zu ihrer Berufswahl, ihrem Daily Business und auch zu ihrer Wahl des Standorts Hannover. Ja, warum Hannover? Warum nicht Hamburg, Köln, Berlin oder München? Für Schomaker sind es das Studienangebot, die hohe Lebensqualität und das Team bei Dievision, die Hannover zum Leben und Arbeiten so attraktiv machen. Schomaker ist bereits seit fünf Jahren bei Dievision, angefangen als Werkstudentin. Sie arbeitet heute in der Schnittstelle zwischen Kunde und Kreation und koordiniert diverse Projekte. Gekommen, um zu bleiben: Viele arbeiten bei Dieivision schon seit einigen Jahren, was in der Agenturwelt eher zur Seltenheit zählt. Dievision – eine Agentur mit Wohlfühlcharakter. Von der Location her auf jeden Fall – so viel steht fest.

Wir erhielten Aufschluss über ein weiteres spannendes Berufsbild: Martin, Creative Director, erzählte über seinen Alltag in Koordination und Kreation. Was sich für ihn am meisten in seinen (sage und schreibe) letzten 13 Jahren bei Dievision verändert hat? Die Leute und ihre Mediennutzung, aber auch die Kunden und ihre Geschäftsmodelle, den technologischen Wandel mal außen vor gelassen. Was die Arbeit so spannend macht? Kommunikation intelligent zu vernetzen und passgenau auf den Kunden und sein jeweiliges Problem zuzuschneiden.

Die beiden Mitglieder der Geschäftsführung Jan Jaspersen und Dr. Stephan May standen uns zum Schluss Rede und Antwort. Jaspersen, heute Geschäftsführer Kreation, hatte damals vor 20 Jahren die Idee, Dievision zu gründen. Während seiner Diplomarbeit entdeckte er eine Anzeige in der Zeitung mit dem Hinweis „Suche Werbeagentur“. Ohne überhaupt schon Inhaber einer Werbeagentur zu sein, meldete sich Jaspersen auf diese Anzeige hin und stellte eine Kampagnenidee vor. So kam es, dass Jaspersen von heute auf morgen Dievision zusammen mit zwei Kommilitonen, einer von ihnen ein Grafik-Talent, gründete. May ist seit acht Jahren bei Dievision und heute als Geschäftsführer für Beratung zuständig. Beide sehen in Hannover den Standort für Heimkehrer. Viele junge Leute treibt es in die großen Medienstandorte. Wer jedoch aus Hannover oder der Region kommt, den zieht es häufig zurück zu den Wurzeln.

Als es zum Thema Nachwuchs kam und uns die Frage gestellt wurde, ob für uns eine Agentur wie Dievision überhaupt in Frage kommt, da wir ja „PR“ studieren, mussten wir etwas klar stellen: Wir studieren nicht (nur) PR im Sinne von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dass hinter dem Bachelor Public Relations weitaus mehr als reine Medienarbeit steckt, war der Agentur so nicht bewusst. Ein Problem, das leider des Öfteren auftritt: Viele können sich unter diesem Studium nicht genau vorstellen, was gelehrt und erarbeitet wird. Für uns eine wichtige Erkenntnis und Anlass, weiter Aufklärungsarbeit über die Vielfalt unserer Studiengänge zu betreiben. Vielleicht ist aber auch der Begriff „Public Relations“ für den Bachelorstudiengang längst überholt…

So oder so: #PRinH bei Dievision war erst der Anfang. In den kommenden Semestern folgen weitere Besuche von Unternehmen, Institutionen und Agenturen sowie Möglichkeiten, dass nicht nur wir die Berufswelt kennen lernen, sondern die Berufswelt auch uns und unseren Ausbildungshintergrund. Wir freuen uns darauf!
Ein Beitrag von Kristin Becke (MKO)


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