Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

DPRG ZukunftsForum 2016

Frei nach dem Motto „Die Trends von heute für morgen denken“, durften die PRSH-Mitglieder Lydia Bauer und Natali Dilmann hautnah Diskussionen zum Thema „Digitalisierung“ miterleben. In Gelsenkirchen fand am 09/10. Juni das DPRG ZukunftsForum 2016 statt. Vertreten waren dabei hochkarätige Gäste wie bspw. Thomas Mickeleit (Direktor Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Microsoft Deutschland) oder auch Jochen Wegner (Chefredakteur Zeit Online).

Im Folgenden berichten Lydia und Natali über ihre Erlebnisse:

Ein Thema, zwei Tage, drei Thesen
Unter dem Thema „Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung“ stand das diesjährige ZukunftsForum der DPRG. Aufgebaut als Barcamp wurde der Austausch zwischen angehenden und praxiserfahrenen Kommunikationsprofis in den Mittelpunkt gestellt. Zwei Tage lang diskutierten die Referenten mit ihren Zuhörern während einstündiger Sessions. Dabei entstanden viele interessante Thesen über die Zukunft der Kommunikation. Aber in drei Punkten waren sich fast alle einig:

Erste These:
Die Kommunikatoren von heute müssen mutig sein und ausprobieren, um in der Zukunft Erfolg zu haben. Dieser Meinung ist auch Jochen Wegener von der Zeit Online: „Durchwursteln ist eine höchst moderne Strategie. Heute heißt das agiles Arbeiten.“

Zweite These:     
Digitale Kommunikation braucht persönliche Geschichten, um sich bei den Leuten Gehör zu verschaffen. Thomas Mickeleit von Microsoft Deutschland geht sogar so weit zu behaupten, dass die Kernkompetenz von Kommunikation im Storytelling liegt. „Die Fähigkeit guten Content herzustellen, ist momentan massiv gefragt.“, unterstreicht Mickeleit in seiner Session.

Dritte These: 
„Ohne Digitalisierung der Kommunikation verliert man den Draht zu den Leuten.“, betont Carsten Knop von der F.A.Z. in seiner Keynote. Denn sie wird stattfinden, ob mit oder ohne uns. Daher sei es von enormer Wichtigkeit, den Anschluss zur digitalen Welt nicht zu verlieren, hebt auch Frank Behrendt von fischerAppelt hervor.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich durch die Digitalisierung viele neue Herausforderungen und Chancen auftun, deren sich die Kommunikationsprofis von morgen stellen müssen. Egal ob in traditionellen Familienunternehmen, in modernen PR-Agenturen oder internationalen Firmen; die Digitalisierung der Kommunikation betrifft jeden und lässt sich nicht ignorieren.
Ein Beitrag von Lydia Bauer (6. Semester Public Relations)

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Als ich zum DPRG ZukunftsForum 2016 nach Gelsenkirchen fahren durfte, konnte ich mein Glück kaum fassen. Endlich konnte ich mit verschiedenen Medienvertretern über die Digitalisierung und die neuen Möglichkeiten sprechen, die sich damit ergeben.
Der Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, und der Präsident der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, begrüßten am Donnerstag die Teilnehmenden. Die erste 45-minütige Session die ich besuchte, war „Digitalisierung und Feminisierung – gehört Female Digital Leadership die Zukunft?“. Cornelia Daheim (Foresight Expert), Thomas Zimmerling (Bundesvorstandmitglied DPRG), Martina Troyer (freiberuflich tätige PR- und Social Media Beraterin) und Mona Szyperski (Marketing Manager EMEA bei Pontoon Solutions) diskutierten darüber, dass der sich wandelnde Arbeitsmarkt auch gerade für Frauen vielfältige Perspektiven biete: „Frauen haben die Chance in der neuen digitalen Arbeitswelt zu Vorreiterinnen zu werden, z. B. in der virtuellen Führung im Jobsharing und im neuen Verständnis von Kooperation, Führung und Management“ (Cornelia Daheim).
In der nächsten Session erzählte Anna Theil, die seit 2010 bei Startnext für den Bereich Kommunikation verantwortlich ist, über Crowdfunding als Marketing-Instrument. Der Fokus liegt dabei auf den Projekten, die sich mit Kultur, Kreativwirtschaft, Food, Social Business, Umwelt, Bildung und Sport beschäftigen. Als ein Projektbeispiel nannte sie „Original Unverpackt – Supermarkt ohne Verpackungen“.
Die letzte Session an diesem Tag hielt Andreas Winiarski (Managing Partner bei Hering Schuppener). In seinem Vortrag sprach er von der Community als „the new audience“. Das Highlight des Tages war die Abendveranstaltung in der Veltins Arena. Dort kochte ein Sternekoch für alle Teilnehmer und der ehemalige Fußballspieler der Deutschen Nationalmannschaft, Gerald Asamoah, zeigte uns bei einem Rundgang die Umkleidekabine der Deutschen Nationalmannschaft. Das war der absolute Wahnsinn!

Am zweiten Tag der Veranstaltung war Carsten Knop von der F.A.Z zu Gast und berichtete über die Digitalisierung der Kommunikation in Unternehmen und Agenturen – und das aus journalistischer Sicht. Anschließend erzählte Florian Zühlke (TLGG) in seiner Session davon, wie sich die Rolle und Aufgaben von Community- und Social-Media-Managern ändern. Zum Abschluss sprach Daniel Rehn (achtung!) in seinem Vortrag über die Professionalisierung von Blogs.
Insgesamt habe ich aus dem Zukunftsforum 2016 viel mitgenommen und konnte auch neue Kontakte knüpfen.
Ein Beitrag von Natali Dilmann (2. Semester Journalistik)


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