Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

PR-Agentur vs. Unternehmen? // PR-Agentur + Unternehmen? #Nachwuchsdebatte

Wer hat die Nase vorn? Unternehmen? Oder doch eher Agenturen?
In der aktuellen „Werben & Verkaufen“ (w&v) diskutieren Uwe Kohrs, Präsident der Gesellschaft führender Public Relations Agenturen e.V. (GPRA) und Geschäftsführer der Frankfurter Agentur „Impact“, und Jörg Schillinger, Vorsitzender des BdP und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei Dr. Oetker, über die Attraktivität von Ausbildungsplätzen in der PR.

Die w&v beschreibt die Situation folgendermaßen: Der Nachwuchs in der PR-Branche fehlt – sowohl auf Seiten der Unternehmen als auch der Agenturen.
Zudem dienten Agenturen lediglich den Ausbildungszwecken, langfristig gehe es eh in ein Unternehmen.

Eine Vorlage, auf die wir als „Sprachrohr“ des PR-Nachwuchses gerne eingehen möchten. Die PR-Ausbildung ist ein spannendes Thema, welches auch im PRSH e.V. immer wieder zu Diskussionen führt.
Zu wichtig ist die Frage, wer im Anschluss an unser Studium tatsächlich die bessere Ausbildung bietet. Und darüber hinaus: Wo es nach der Ausbildung den attraktiveren Arbeitsplatz gibt.
Ist der klassische Weg nach dem Studium wirklich die Agentur und dann erst das Unternehmen? Oder vielleicht doch andersherum?

So viel sei gesagt: Es gibt Verfechter beider Seiten.
Wir begrüßen das Streitgespräch (w&v) zwischen Uwe Kohrs und Jörg Schilliger sehr.
Es zeigt einmal mehr, dass in der Branche sowohl auf Agentur- als auch auf Unternehmensseite Probleme erkannt und Lösungen gesucht werden.

Agenturen gelten nach wie vor als ideale Einstiegsmöglichkeit; innerhalb kürzester Zeit arbeitet man für unterschiedlichste Kunden. Lernt viel, erlebt viel. Gleichzeitig müssen Agenturen mit dem Ruf der geringen Bezahlung und umso längeren Arbeitszeiten kämpfen.
Dieses „Problem“ haben Unternehmen nicht. Sie müssen sich allerdings anderen Vorurteilen stellen. Zu festgefahren in den eigenen Strukturen, wenig flexibel und bis etwas entschieden wird, ist die Idee schon längst wieder über Bord geworfen.

Beide Seiten müssen umdenken: Geld oder „Work-Life-Balance“ sind gar nicht die maßgeblichen Entscheidungskriterien. Der heutige PR-Nachwuchs fängt nach dem Ende des Studiums nicht mehr bei null an. Wir bringen aus dem Studium und diversen Praktika Erfahrungen und Eindrücke mit, die maßgeblich für die weitere Ausbildungsentscheidung verantwortlich sind. Somit befinden wir uns in der „komfortablen“ Position, dass wir gewisse Ansprüche stellen können und die Wahl haben.

Und hier liegt das Problem einiger Agenturen. Sie sind in der Lage hervorragende Konzepte und Strategien für ihre Kunden auszuarbeiten – leider können sie das selten für sich selbst. Es mangelt an Selbstvermarktung und Attraktivität. Unternehmen sind hier bereits einen Schritt weiter: Die genannten Dinge sind keine Fremdwörter mehr, Recruiting-Maßnahmen gibt es en masse und gefühlt glänzt jedes große Unternehmen mit einer eigenen Karriere-Seite auf den sozialen Netzwerken. Das trifft den Zahn der Zeit und spricht Absolventen an! Dennoch wirken festgefahrene Strukturen, Unternehmenspolitik und Hierarchien immer noch einschüchternd und zeugen eher von mangelnder Flexibilität.

Beide Seiten wissen, dass an diesen Dingen gearbeitet werden muss, um den PR-Nachwuchs mit an Bord zu holen. Wir sind gespannt  was Unternehmen und Agenturen noch alles in petto haben. Und wir freuen uns darauf,(eines Tages) Teil der Agenturszene oder Unternehmenswelt zu sein.

 

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