Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Interview mit Frank Schönrock, CEO Grayling

thumb_Slidebar-Interview-FrankSchönrock_1024Er liebt knifflige Kommunikationsaufgaben, nervenzehrende Krisen und neue Herausforderungen.
Seit 2014 ist Frank Schönrock, CEO von Grayling Deutschland, und damit an der Spitze der rund 40 Mitarbeiter starken Agentur mit Büros in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg. Im Rahmen des diesjährigen Sommer Symposiums des PR Career Centers hat der Agenturchef uns bei #ThePitch No. 5 durch den Grayling-Garten geführt und Werte und Besonderheiten der Agentur präsentiert.
Jetzt haben wir ihm ein paar ganz konkrete Fragen rund um die PR gestellt…

Herr Schönrock, worin sind Sie persönlich in der PR richtig gut?
Ich würde sagen da gibt es zwei Dinge. Das Erste ist: ich bin leidenschaftlich Krisenberater. Es kann keine Krise hart oder schwer genug sein, die ich gerne bearbeite. Zweitens habe ich mir im Laufe der Zeit, in der ich PR mache, ein tiefes wirtschaftliches Verständnis angeeignet. Ich habe gelernt, wie eine Agentur zu führen ist. Denn in meinen Augen gehört mehr dazu, eine Agentur zu führen als nur ein guter Berater zu sein. Und das habe ich dazu addiert und kann es jetzt bei Grayling unter Beweis stellen.

Also macht’s Ihnen Spaß als CEO?
(lacht) Ja, sehr.

Was ist das erste Wort, das Ihnen einfällt, wenn Sie an PR denken?
Beziehungen. Beziehungen knüpfen zu unterschiedlichen Zielgruppen. Im ureigenen Sinne des Wortes. Das ist glaube ich nach wie vor das, was die PR wirklich richtig gut kann. Menschen mobilisieren, auf Menschen zugehen, Menschen einbinden, etwas zu gestalten – ob Marke, Produkt oder Unternehmen.

Wie sehen die Young Professionals von morgen aus – Allrounder oder Spezialisten?
Ich persönlich war zu Beginn meiner Laufbahn immer sehr breit aufgestellt und ich denke es ist auch heute noch ein ganz wichtiger Aspekt, dass man sich ausprobiert und zunächst einmal vielseitig bleibt. Nach einiger Zeit sollte man für sich entdecken, was man richtig gut kann und wo das Herzblut liegt. Und das dann weiterentwickeln. Ich denke man sollte, wenn man in der PR und Kommunikation bleiben will, immer wieder Neues hinzufügen und auch im Kopf agil genug bleiben, um sich stets weiterzuentwickeln.
Also ich bin davon überzeugt, dass wir zu Beginn eine breite Ausrichtung in unserem Job benötigen, um uns im Laufe der Zeit auf ein, zwei, drei Schwerpunktthemen zu spezialisieren. Und nur dann bringen wir auch den richtigen Wert für den Kunden mit.

Was haben Sie in Ihrer Karriere anders gemacht als andere, um jetzt da zu stehen, wo sie sind?
Das kann ich Ihnen nicht sagen, weil ich das nicht geplant habe. Ich hatte niemals vor, CEO zu werden, das hat sich kontinuierlich entwickelt. Ich war offen für Themen, ich habe mich interessiert, habe die Herausforderung nicht gescheut, sondern sie gerade gesucht und hatte letztlich das unverschämte Glück, während meiner Laufbahn gute Mentoren zu haben, die immer wieder an mich geglaubt haben, mich unterstützt und angeleitet haben.
Das einzige, was ich immer gemacht habe, ist sehr zielstrebig zu arbeiten. Mit viel Leidenschaft und hohem Qualitätsanspruch, mit viel Engagement und immer sehr ergebnisorientiert.

Ein Interview von Tanja Wente (BPR 5)


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