Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

#ThePitch No. 6 zurück in Hannover | PR(SH)-Rückblick

Fünf Gäste von vier Agenturen aus drei Städten. #ThePitch hat auch zum sechsten Mal überzeugt.

Nach einem kurzen Ausflug in die Bundeshauptstadt fand der diesjährige #ThePitch wieder in Hannover statt. Mit dabei waren (neben den PR-Studierenden) Vertreter aus vier renommierten PR-Agenturen: Daniel Jensen und Frank Schütz von Faktor 3, Frederic Bollhorst von komm.passion, Simon Ueberheide von RCKT. und Daniel J. Hanke von Klenk & Hoursch pitchten gegeneinander um die Gunst der Studierenden – und nicht zu guter Letzt den PRSH #ThePitch Pokal.

PRSH-Vorsitzende Katalin Genius eröffnete die sechste Runde des Wettbewerbes und übergab das Mikrofon an Prof. Dr. Peter Szyszka, der mit seiner Moderation durch die Veranstaltung führte.

Den Auftakt bildete die Hamburger Agentur FAKTOR 3. Daniel Jensen und Frank Schütz starteten mit einer lebendigen Präsentation – unter anderem dank zahlreicher, unterhaltsamer GIFs. Die Präsentation zeigte deutlich, dass die Nutzung neuer Medieninhalte genau das ist, was Faktor 3 ausmacht: Neben dem Journalisten als Mittler werden vor allem die neuen Medien genutzt, um Content zu verbreiten. Die Hamburger Agentur glänzte nicht nur mit ihrem Arbeitsportfolio, sondern auch mit einem kleinen Einblick in den Agenturgarten und die legendären Weihnachtsfeiern. Spätestens an diesem Punkt hatten Daniel Jensen und Frank Schütz die Studierenden (vorerst) auf ihrer Seite.

Als nächster ging Frederic Bollhorst von komm.passion an den Start. Gleich zu Anfang überraschte er die Studierenden mit einer klaren Botschaft: Er will #ThePitch nicht gewinnen. Und erst während der Präsentation wurde klar, weshalb er trotzdem dabei war: komm.passion geht es um einzelne Talente, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen wollen. Durch die Abschaffung von Volontär, Junior und Co. ermöglicht die Agentur Berufseinsteigern direkt als Projektverantwortliche zu arbeiten. Zu guter Letzt legte Frederic Bollhorst den PR-Studierenden ans Herz, sich den Arbeitgeber gezielt auszusuchen. Große Betonung auf Qualität statt Quantität bei komm.passion.

Nach einer kleinen Pause war die Bühne frei für Simon Ueberheide von RCKT. Die Stimme der Berliner Start-Up-Szene begrüßte das Publikum mit einem dicken „Hi Hannover!“, minimalistischem Design und echtem Start-Up-Flair aus Berlin. Simon Ueberheide, der selbst aus Hannover kommt, überzeugte vor allem durch die lockere und junge Art und eine authentische Vorstellung. Während Studierende oft zu hören bekommen, dass nur Erfahrungen in der Arbeitswelt zählen, zeigte er, dass es auch ganz anders gehen kann: „Digital Natives know Digital Channels“. Digital Natives seien die besten Berater für digitale Herausforderungen. In den letzten Sekunden der fast abgelaufenen Präsentationszeit köderte RCKT. mit attraktiven Wörtern wie „Weihnachtsfeier“, „Jeden Mittwoch ein Koch“ und „Dachterasse“, und hinterließ nicht zuletzt damit einen bleibenden Eindruck bei den Studierenden.

Den Abschluss der Pitch-Runde läutete Daniel J. Hanke von der inhabergeführten Agentur Klenk & Hoursch ein. Wie schafft man es, nach drei Präsentationen trotzdem die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen? Durch Sportübungen. Nach Recken und Strecken und High Fives zum Nachbarn ging es ins Eingemachte – die eigentliche Präsentation. Hanke glänzte besonders durch eine sympathische Präsentation mit Herz. Ersten Applaus erntete der PR-Manager durch die Thematisierung von Frauen in Führungspositionen – ein Thema, das bei einem Studiengang mit über 90 prozentigem Frauenanteil auf offene Ohren stieß. Schnell wurde deutlich, dass Klenk & Hoursch offenbar nicht nur redet, sondern auch handelt: Mutter sein sei kein Nachteil für die Karriere, sondern bringe es Vorteile wie Stressresistenz und Organisationsfähigkeit mit sich. Daniel J. Hanke schaffte es, Klenk & Hoursch als potenziellen Arbeitsgeber in den Köpfen der Studierenden zu verankern und beendete mit dem Fazit und Leitmotiv „Wir wollen brennen, aber nicht verbrennen“.

In der anschließenden Diskussionsrunde thematisierte Prof. Dr. Peter Szyszka aktuelle Probleme der PR-Arbeit.Bei einer Frage waren sich alle einig: Ist die klassische PR tot? Nein!  Simon Ueberheide von RCKT. erklärte, dass die klassischen Medien der PR-Arbeit immer noch existieren, nur durch neue Medien ergänzt würden. Daniel J. Hanke von Klenk & Hoursch merkte an, dass klassische PR im Sinne von Pressearbeit auf Dauer auch langweilig wäre und er persönlich daher froh über die Integration von neuen Medien sei.
Die These, dass Expertise und Erfahrung immer mit Alter einher gehen würden, traf auf leichten Widerspruch. Daniel Jensen und Frank Schütz von Faktor 3 erklärten, dass im Studium schon viele Kompetenzen vermittelt würden, es aber auch wichtig sei, sich vor allem menschlich durch Herausforderungen weiterzuentwickeln. Frederic Bollhorst von komm.passion ergänzte, dass es vielmehr darum ginge, sich mit seinem Wissen und seinen Ideen individuell einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.

#ThePitch No.6 bot vier spannende Präsentationen von vier wirklich unterschiedlichen Agenturen und Köpfen. Nun galt es, den Gewinner zu küren. Per Online-Abstimmung konnte jeder im Publikum seine Stimme anonym abgeben.

Ergebnis: Ein unglaublich knappes Rennen. Mit einem minimalen Vorsprung hatte Daniel J. Hanke es geschafft, die Studierenden von sich und seiner Arbeit bei Klenk & Hoursch zu begeistern und gewann den #ThePitch No.6. Applaudierende Teilnehmer, ein in die Luft gerissener Arm mit dem Pokal in der Hand und strahlende Gesichter – #ThePitch No. 6 war ein Erfolg.

Fotos zur Veranstaltung gibt es hier.

Ein Nachbericht von Carina Chantelle Seliger (3. Semester BA Public Relations)


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