Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

PR(SH)-Interview mit Joana Witt

Joana Witt ist PRSH-Mitglied seit der ersten Stunde. Als Vorstandsmitglied legte sie die Grundsteine für den Verein. Heute arbeitet sie in der internen Kommunikation der ProSiebenSat.1 Media SE. Beim ersten PRSH-CommsDay stand Joana Witt uns als Alumni Rede und Antwort.

Wie und warum bist Du zum PRSH gekommen?
Ich bin tatsächlich seit der ersten Stunde des PRSH mit dabei. Ich war damals im dritten Semester. Die Master-Studierenden kamen auf uns jüngere Studenten zu und haben von ihrer Idee berichtet, sich mit anderen Studierenden, aber auch Wissenschaft und Praxis vernetzen zu wollen. Dafür wollten sie einen Verein gründen. Ich konnte leider nicht an der Gründungssitzung teilnehmen und habe dann per Mail mitgeteilt, dass ich gerne dabei wäre. Und Martin Höfelmann antwortete: „Super! Wir brauchen noch Leute aus dem Bachelor. Willst Du mit in den Vorstand?“. Und schwupps war es passiert. Ich bin dann bis zum Master-Abschluss geblieben.

Warum hast Du Dich für den Vorstandsposten entschieden?
Es war eine tolle Chance. Am Anfang haben wir nur zehn bis zwölf Leute. Wir haben uns keinen Druck gemacht und einfach losgelegt. Dass der PRSH so schnell so groß wird und so gut angenommen wird, hätte keiner gedacht. Und man selbst wächst ja mit seinen Aufgaben.

Was hast Du damals für Aufgaben übernommen?
Im ersten Jahr habe ich mich vor allem um die Sponsoren-Akquise gekümmert, damit wir überhaupt Ressourcen haben und etwas auf die Beine stellen können. Danach habe ich die Presse-Arbeit übernommen und Exkursionen organisiert. Im Vorsitz ging es viel um Kommunikation und vor allem darum, Strukturen aufzubauen. Wir haben angefangen Projekt-Teams zu gründen und die Veranstaltungen auszudifferenzieren und auch eine Steuerprüfung gehörte dazu.

Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?
So positive Resonanz von Leuten aus der Praxis zu bekommen – das hat sich besonders auf Veranstaltungen ausgedrückt. Es war toll, wie viele Menschen auf die Expo Plaza gekommen sind und wie viele Agenturen und Unternehmen uns mit offenen Armen empfangen haben.

Wenn Du auf die Zeit zurückblickst: Profitierst Du noch heute vom PRSH?
Total. Vor allem durch die Vernetzung der Studierenden – mit vielen habe ich noch heute Kontakt. Aber auch die Einblicke, die wir zum Beispiel in Agenturen bekommen haben, waren wichtig. Sie waren zwar oberflächlich, aber es hat insgesamt ein gutes Branchenbild vermittelt. Das ist sehr wertvoll, besonders zum Berufseinstieg.

Du bist jetzt in der internen Kommunikation von ProSiebenSat.1 tätig. Wie hat sich das ergeben?
Auch das war relativ zufällig. Ich war weder auf ein Medienunternehmen noch auf interne Kommunikation eingestellt. Die interne Kommunikation ist aber eine tolle Möglichkeit, um einen so großen und verzweigten Konzern schnell kennenzulernen. Es gibt ein sehr vielseitiges Themenspektrum von Sozialem wie dem „Blutspendetag“ bis hin zu den Vorstandspräsentationen. Die Bandbreite ist toll, das Unternehmen ist jung und dynamisch. Ich lerne jeden Tag dazu und verfalle vor allem nicht in Routine.

Vorher hast Du Agentur-Luft geschnuppert. Würdest Du das auch anderen Studierenden empfehlen?
Auf jeden Fall. Agenturen haben durch den Beratungscharakter, die abwechslungsreichen Mandate und Themen einen großen Reiz. Ich persönlich finde es sehr wertvoll, mal die Dienstleister-Ebene kennengelernt zu haben. Wenn man später auf Unternehmensseite mit Agenturen zusammen arbeitet, dann kennt man die Prozesse und weiß, dass es nicht so toll ist, abends um halb sieben ein Briefing herauszuschicken mit der Ansage: Morgen um neun muss es fertig sein.

Du bist ja noch sehr jung, hast aber schon sehr viel Erfahrung gesammelt. Was meinst Du, welche Fähigkeiten Studierende zukünftig brauchen?
Über allem schwebt ja immer die Digitalisierung und Social Media und ich habe den Eindruck, dass viele Arbeitgeber denken: „Wenn wir uns junge Leute ins Boot holen, dann sind das alles Social-Media Profis!“. Ich weiß gar nicht, ob es das unbedingt braucht. Viel wichtiger finde ich es, dass Absolventen schon eine Vorstellung davon haben, in welche Richtung sie gehen möchten und damit zufrieden sind. Sie sollten sich nicht ins Bockshorn jagen lassen und immer noch mehr und mehr Praktika machen, sondern sie sollten eine gefestigte, selbstbewusste Persönlichkeit sein, die auf ihre Ausbildung und die eigenen Fähigkeiten vertraut.

Ein Beitrag von Vivien Werner, BPR 3


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