Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

PRSH-Forum mit Dominik Ruisinger

Am 22.05.2017 besuchte uns der auf digitale Kommunikation spezialisierte Journalist und PR-Berater Dominik Ruisinger. Das Diskussionsforum stand unter dem Motto „Keine Angst vor Veränderungen – Wie die Digitalisierung unsere Kommunikation, unser Denken und unser Leben beeinflusst.“

Das Forum gliederte sich folglich in vier Blöcke:

  1. Revolution der Kommunikation

Die kleine Vorstellungsrunde gab direkt Anlass zur Diskussion: Welche Social-Media-Kanäle benutze ich eigentlich? Da an dieser Stelle öfter Facebook und Twitter genannt wurden, stellte Ruisinger gleich klar, dass diese beiden Kanäle unterschiedlich zu gebrauchen sind, da sie konträre Ansprüche an die Nutzer stellten. Genauso angeregt wurde über andere Social-Media Plattformen wie Instagram, Snapchat und Xing diskutiert. Es geht darum „sich eine Identität im Internet aufzubauen“, so Ruisinger. Leider unterliegen diese Plattformen einem stetigen Wandel: Das ist das Problem der Kommunikationsbranche. Mittlerweile werden Unternehmen sogar selbst zu Medien, indem sie auf der eigenen Webseite eigenen Content bereitstellen.

Digitale Kommunikation ist weit mehr als Social Media.

 

  1. Digitale Trends

In Hinblick auf Unternehmen, geht der Trend zu Anbietern, die die gleichen Features haben: Beispielsweise gibt es bei Snapchat und Instagram die Funktion „Story“. Mittlerweile haben auch Facebook und WhatsApp den Trend angenommen, wohl auch, weil sowohl Instagram als auch WhatsApp zu Facebook gehören. Jeder springt auf den Trend-Zug auf, um so die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen.

Das Publikum hingegen, neigt dazu digitale Angebote gleichzeitig zu nutzen: Während man im Internet nach etwas sucht, wird nebenbei Musik gehört oder sich über News informiert. Diese Synchronität soll den Zeitmangel kompensieren, der durch die Arbeit entsteht.

 

  1. Content Shock

Einerseits beinhaltet der Content Shock den „Information Overload“, welcher immer größer wird. Aus Überforderung ziehen sich Nutzer immer weiter zurück. Die Konsequenz: Passives statt aktives Verhalten.

Andererseits haben wir uns über „Dark social“, also den nicht-messbare Anteil der Kommunikation, ausgetauscht. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das „Dark social“ besonders problematisch für Unternehmenswebseiten ist, da so die Evaluation der Kommunikationsmaßnahme ungenau wird.

Mobile Messenger werden in den nächsten Jahren an Gewicht für die digitale Kommunikation gewinnen: Mithilfe dieser Applikation kann die Interaktivität zwischen Anbieter und Nutzer gesteigert werden. Da der Personalaufwand jedoch sehr hoch ist, werden für diesen Posten „Chat-Bots“ eingesetzt. Sie sollen die Menschen (teils) ersetzen. Auch künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch, und könnte den Mensch (teils) ablösen, wie die Sprachsteuerungen Alexa oder Siri beweisen. Sie erleichtern unseren Alltag erheblich.

 

  1. Ansätze für das strategische Vorgehen

Zum Schluss fasste Ruisinger zusammen: Alle Social-Media-Aktivitäten müssen auf das unternehmerische Leitbild zurückzuführen sein. Zudem müsse man in den Dialog mit der Zielgruppe treten: Indem Unternehmen zuhören und aufmerksam sind, können sie ihr Potenzial ausschöpfen und das Publikum mit neuen Ideen begeistern – eine Win-Win-Situation.

 

Wir danken Dominik Ruisinger für seinen Besuch und freuen uns schon auf das nächste Mal!

Ein Nachbericht von Indra Bruse (2. BPR)


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