Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

Invasion-Interview: Susann Kobs

Susann Kobs ist Marketing Managerin bei Weber Shandwick und unsere Schirmherrin für die #Bloginvasion auf dem agentureigenen Blog. Carina Seliger hat sich mit Social Search beschäftigt. Ein digitaler Trend, der beschreibt, dass sich manche Zielgruppen heutzutage eher via Social-Media über ein Produkt oder ein Unternehmen informieren, als über die Unternehmenswebsite selber. Wir wollten wissen, wie Susann Kobs diesen Trend erlebt.

 

Kann Social Search vom Digital Trend zum nachhaltig genutzten PR-Instrument werden?

Wenn man bedenkt, dass man den Suchergebnissen aus dem eigenen Netzwerk mehr vertraut als Suchergebnissen, deren Quellen unbekannt sind, so macht es durchaus Sinn, Social Search zukünftig auch als PR-Instrument einzusetzen. Dies würde allerdings auch beinhalten, dass wir „einfache“ Konsumenten zu kleinen Influencern machen müssen

 

Welche Erfahrung haben Sie schon mit Social Search im Berufsalltag und im privaten Umfeld gesammelt?

Im beruflichen Alltag habe ich eher weniger Berührungen damit gehabt, da die Vorstellungen eher auf Konsumenten ausgelegt sind und mein Fachgebiet eher im B2B-Bereich liegt. Nichts desto trotz oder gerade deswegen habe ich eher im privaten Umfeld Erfahrungen damit gesammelt. Zwar gehöre ich noch zu der Generation, die echten Bewertungen auf Amazon und Google vertraut, jedoch habe ich auch schon den ein oder anderen Begriff in die Facebook-Suche eingegeben, um darüber Informationen über Freunde oder Seiten, die ich like, zu erhalten. Da die Suchfunktion für meine Zwecke jedoch noch nicht zu 100% spezifisch ausgebaut ist, wechsle ich noch eher zwischen altbekannten Plattformen und neuen Social-Search-Optionen.

Was ist Ihr persönliches „The next big thing“?

Ich denke wir müssen vielmehr auf die Integration von Algorithmen in unserem Alltag und unser Daily Business achten. Durch die Digitalisierung bestehender Prozesse erhalten Algorithmen eine immer wichtiger werdende Rolle. Ergebnisse werden uns nach unserem Suchverhalten voreingestellt und ausgeliefert, andere angeblich nicht so relevante Ergebnisse werden ausgeblendet. Dadurch bestimmen Algorithmen immer mehr, was wir sehen, lernen und erfahren. Das breitet sich natürlich auch auf unsere Arbeit im Bereich Kommunikation aus. Wir wollen bestimmte Zielgruppen erreichen, doch der Google Algorithmus sagt: nein danke? Wir müssen umdenken und neue, kluge Wege erschließen, um für neue Zielgruppen ebenfalls relevant zu werden.

Welche Kenntnisse sollten Young Professionals unbedingt mitbringen, bevor sie in den Berufsalltag einsteigen?

Eine universelle Formel zu Kenntnissen und Skills gibt es aus unserer Sicht nicht, denn jeder Job bringt seine eigenen Anforderungen mit sich. Young Professionals können sicherlich nichts falsch machen, wenn sie keine Angst vor digitaler Kommunikation haben.

Was uns als Agentur jedoch tatsächlich sehr wichtig ist, ist der Cultural Fit und persönliche Eigenschaften wie Begeisterungsfähigkeit, Leidenschaft für Kommunikation, Neugierde und der Mut auch die Komfortzone zu verlassen. Wir agieren oft nach dem Motto „Hire for attitude, train for skills“. Was sie noch nicht können oder wissen, kann man in den meisten Fällen einfacher nachholen und ausbauen, als wenn das Team einfach nicht zusammenpasst.

Leidenschaft ist etwas, was wir bei Young Professionals (aber auch darüber hinaus) bereits in der Bewerbung oder spätestens im ersten persönlichen Gespräch erleben wollen. Als Kommunikationsagentur erwarten wir jemanden, der die Fähigkeit besitzt zu kommunizieren und nicht jemand, dem alles aus der Nase gezogen werden muss.

Was sind die 3 digitalen Tools, ohne die Ihr Job nicht mehr machbar wäre?

Fast mein gesamtes Projekt- und Aufgabenmanagement läuft heute mit Hilfe von Trello. Das Tool liefert mir die nötige Übersicht, die ich in meinem Job als Marketing Manager und gleichzeitig Assistenz der Geschäftsführung einfach brauche.

Auch wenn es etwas altmodisch klingt, aber Outlook ist für mich eine „All in one“ Waffe, wenn es um E-Mails, Kalender, Termine, etc. geht.

Auch wenn es manchmal an eine Hassliebe grenzt, weil das Tool nicht so will wie ich, so bietet mir Optivo wirklich alle Vorzüge, die man im Bereich E-Mail-Marketing nur haben kann. Und naja, sind wir mal ehrlich, meistens sitzt das Problem ja dann doch vor dem PC. Egal ob monatlicher Newsletter-Aussand, Eventmailings oder ein Sonderletter an die Mitarbeiter – mit Optivo lässt sich alles design-technisch ansprechend gestalten und relativ schnell umsetzen.

 

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