Public Relations Studierende Hannover e.V.

   
    

#ThePitch no. 7

Von Startup-Flair, Agenturhunden, Konzept-Queens und wie wir die Welt verändern können

 

#ThePitch ging in die siebte Runde. Dieses Jahr präsentierten sich vier Agenturen, um die Studenten von ihrem Arbeitsplatz zu überzeugen. Der PRSH Vorstand begrüßte die Agenturen und Studenten im Designcenter der Hochschule.

Drei Einsichten für jeden PRler

Bärbel Hestert-Vecoli von Weber Shandwick startete mit einer sympathischen und inspirierenden Präsentation. Seit 16 Jahren ist sie bei der erfolgreichen Agentur tätig, damals als Praktikantin, angetreten ist sie als Head of Public Affairs. Sie will Menschen wirklich begeistern, eine Verbindung schaffen um die Welt zu verändern. Und es funktioniert: Weber Shandwick ist eines der größten und erfolgreichsten Kommunikationsnetzwerke weltweit. Frau Hestert-Vecoli erzählte ihre Geschichte, wie sie lernte, etwas in der Welt zu bewegen. Dabei begleiteten sie drei Einsichten in ihrer Karriere.

  1. Umarme die Vielfalt. Lerne alles kennen, setze dich mit allem auseinander, leiste einen Beitrag. Nur so kannst du die Welt kennenlernen und verstehen, wo Ideen ansetzten müssen.
  2. Höre niemals auf zu lernen. Sei kontinuierlich am Puls der Zeit und bleibe immer neugierig. Das ist die beste Voraussetzung, die eigene Kreativität mit Neuem zu füttern.
  3. Vertraue auf dein Team, denn Erfolg hat man nur auf eine Weise: gemeinsam.

Aus einem jungen, unerfahrenen Menschen, der keinen Plan von den eigenen Überzeugungen hatte, wurde eine Frau, die Leidenschaft für Ihre Arbeit zeigt. „Wir brauchen Talente, die in die Kommunikation wollen“, ist ihr Statement an die Studierenden. Denn gemeinsam schaffen wir engaging content, der Herz und Verstand der Menschen erreicht.

„Wir schaffen Positionen für Personen“

Ulrike Hanky-Mehner stellte im Anschluss Havas PR vor. Sie ist seit 1996 Geschäftsführerin der Agentur, die ihren Sitz in Hamburg hat. Mithilfe einer eigenen Redaktion im Haus werden relevante Themen getragen. Zum Beispiel sollen deutsche Unternehmen für ausländische Märkte begeistert oder Ärzte ins digitale Zeitalter geführt werden. In ihrem Vortrag machte Frau Hanky-Mehner einen Bogen zu aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen. Das disruptive Zeitalter birgt neue Herausforderungen und Möglichkeiten. Unternehmen müssen in Echtzeit kommunizieren, fit sein und sich auf Veränderungen einstellen. In Zeiten der Orientierungslosigkeit sind die Menschen auf der Suche nach genau dieser, ein wichtiger Ansatz für PR-Leute. Havas will Menschen zeigen, wofür eine Marke steht und ihr Relevanz verleihen. Marken müssen für etwas stehen und diese Haltung auch verkörpern. Dafür braucht man Kommunikatoren. Frau Hanky-Mehner steht auch dafür ein, dass Unternehmen Verantwortung übernehmen und ihre Schlagkraft nutzen, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Abschließend blieb ein Statement an die Studierenden im Raum: „Bei Havas bewirbt man sich nicht auf ausgeschriebene Stellen. Hier werden Positionen für die richtigen Menschen geschaffen. Wir suchen Menschen, die mit Leidenschaft relevante Themen voranbringen wollen“. Letztlich wusste Frau Hanky-Mehner auch mit einem ganz besonderen Mitarbeiter zu punkten – dem eigenen Agenturhund.

Man merkte, dass schon die ersten beiden hart um die Studierenden kämpften. Beim Buffet zur ersten Pause tauschten sich alle Präsentatoren fleißig mit den Studierenden aus und suchten das Gespräch mit dem „potentiellen Personal“.

Alles geben erfordert Mut

Mit dem Motto “Go all in” eröffnete Uta Schwaner, Managing Director von Golin Deutschland, die nächste Runde des Pitches. Schwaner geht es darum, „Mut stets über Mittelmäßigkeit zu stellen”. Auch wenn Golin nicht zu den größten Kommunikationsagenturen weltweit zählt, spricht das internationale Netzwerk der Agentur mit Kunden aus dem Silicon Valley, New York oder Hongkong für sich. Schwaner betonte, dass es unter anderem die kulturellen Unterschiede oder auch das Zeitzonen-Management sind, welches den Job anstrengend – aber gleichzeitig herausfordernd und interessant – machen. Außerdem ist es für sie wichtig, am Puls der Zeit zu arbeiten und Veränderung mitzugestalten. Darüber hinaus organisiert sich die Agentur durch Spezialistenteams, um so den stetigen Veränderungen der Kommunikationswelt angemessen zu begegnen. Kurz: Golin Deutschland zeichnet sich durch Start-Up-Manier, jahrelange PR-Erfahrung sowie Preise aus und erfreut sich großer Resonanz in den Fachmedien.

In voller Fahrt begeistern

Als einziger Mann und letzter Kandidat im Pitch trat Oliver Schrott (Kommunikation) zusammen mit seiner “Konzept-Queen” Anna in den Ring. Nach dem Stellen seiner Stoppuhr ging es los: Der gelernte Journalist agiert mittlerweile 24 Jahre am Markt und wird dabei von einem Team aus 240 Mitarbeitern unterstützt. Schon zu Beginn des Vortrags wurde klar, dass Schrott Experte für die Bereiche Auto, Mobilität und Technologie ist und eine Leidenschaft für die emotionale Inszenierung in diesen Branchen hegt. Anna, ehemalige PR-Studentin, konnte anfangs nicht viel mit den Spezialgebieten der Agentur anfangen – doch schnell stieg die Begeisterung. Als Beispiel brachten sie den filmreifen Auftritt von Mercedes Benz auf der IAA mit: eine starke, emotionale und greifbare Inszenierung des Mottos “The road to the future”. Anna erklärte, dass sie selbst das Projekt von der ersten Idee bis hin zum Ende begleitete: „Ich stand viel in Kontakt mit Profis und konnte meine Kernkompetenzen weiterentwickeln”. Bei OSK versammeln sich letztendlich viele unterschiedliche Disziplinen und Mitarbeiter unter einem Dach – kein Wunder also, dass Sie zu den deutschen Top 10 der Inhabergeführten Agenturen zählen.

Via QR-Code konnten die Zuhörer über den Gewinner des #ThePitch No. 7 abstimmen. Letztendlich konnte Bärbel Hestert-Vecoli die Studierenden mehrheitlich für Weber Shandwick gewinnen, sodass sie nun die prestigeträchtige #ThePitch Trophäe in der Agentur präsentieren darf. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern fürs Mitmachen und freuen uns bereits jetzt auf den Pitch im nächsten Jahr.

Ein Beitrag von Lilli Grüneberg (BPR5) und Indra Bruse (BPR3)


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