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Masterlücke: Von Freelancern und CoWorkern

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Beitragsreihe: Masterlücke- oder Brücke? Der Plan für Zwischendurch.

Bachelor in der Tasche, Master-Plan gezeichnet, aber kein Studienplatz? Oder Master absolviert, aber von unternehmenstypischen Hierarchien und chronischer Agentur-Unterbezahlung nach diversen Praktikumserfahrungen die Nase voll?

In einer Beitragsreihe stellt der PRSH e.V. Lückenbüßer-Optionen mit Karrierekick vor.

Freiberuflich coworken

Viele Studierende arbeiten bereits parallel zum Studium freiberuflich und haben die Möglichkeit auch nach dem Studienabschluss, diese Tätigkeit als Brücke oder Einstieg in die Berufswelt zu nutzen. Beim Edelstall, Hannover’s erstem CoWorking Space, ging der PRSH den Prinzipien der Selbstständigkeit am geteilten Arbeitsplatz auf den Grund.

Jonas Lindemann, Edelstall CoWorker, arbeitet in einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) als Strategieberater für Kommunikation und Marketing. Was ihn zur Arbeit als Selbstständiger motiviert hat? „ Flexibilität hinsichtlich der Tagesgestaltung und der Umsetzung einzelner Projekte. Bei meiner Arbeit in Agentur und Unternehmen haben mich die vorherrschende Ellbogen-Mentalität und Karrieregeilheit gebremst.“, so Lindemann.

Und was sagen die Kunden zur Arbeitsform des CoWorkings? Neukunden seien meist neugierig. Doppeldoktoren herrschten in der klassischen Strategieberatung, während celiklindemann mit ihrem Dienstleistungsangebot einen jüngeren Ansatz der Brand Strategies verfolgen. ” Unsere Kunden sind jung und innovativ.”, sagt Lindemann. Neue Dienstleistung, junge Kunden – das Konzept des Edelstalls biete den perfekten Präsentationsraum.

Der Einstieg in die PR-Selbstständigkeit

Wer sagt, dass Einsteiger das Rundum-Sorglos-PR-Paket anbieten müssen? Prinzipiell wird zwischen strategischen und operativen Leistungen unterschieden. Für wen der Kaltstart mit der Erstellung eines vollständigen Kommunikationskonzeptes zu riskant erscheint, ist je nach Kompetenz und Ausbildungsgrad ein Einstieg über die operative PR-Arbeit denkbar: Ob Texten von Pressematerial, Copywriting, Lektorat, Erstellung von Onlineauftritten und Multimediaprodukten oder Betreuung von Social-Media Repräsentanzen… .

Honoriert werden diese Leistungen laut DPRG mit Stundensätzen zwischen 60 und 70 Euro. Für die Erstellung von Kommunikationskonzepten und die kontinuierliche Betreuung von Kunden winken bereits Honorarpauschalen im vierstelligen Bereich.

Die freiberufliche PR-Arbeit ist zudem nicht gewerbesteuerpflichtig. Sie muss lediglich innerhalb von vier Wochen nach Beginn der Geschäftstätigkeit beim Finanzamt angemeldet werden. Ausgerüstet mit einer Steuernummer, werden Freelancern und Zusammenschlüssen als GbR lediglich Einkommens- und Umsatzsteuer berechnet. Gut zu wissen ist aber, dass Freiberufliche mit ihrem Privatvermögen haften.

Gründungswillige finden bei der Gründerwerkstatt Hannover weiterführende Informationen und Beratung.

Der Co-Working Space -  ein Portrait

„ Interdisziplinäre Grenzen werden gesprengt. Ein Ort des Austausches und der Inspiration entsteht.“ titelt es auf der Webseite des Edelstalls. Sehr romantisch klingt das, aber tatsächlich ist Zeit in CoWorking Spaces Geld. Nimmt man sich diese also, um anderen Input zu geben?

„ Ja!“, sagt Hardy Seiler, Mitgründer des Edelstall. Gleich dem Medici-Effekt vereine der CoWorking Space das Ideenpotential von Selbstständigen aus verschiedenen Branchen außerhalb traditioneller Grenzen des Bürowürfels.

Natürlich sind die zwischen 25 und 35 jährigen und zu 60 % mac-kreativen CoWorkernden ambitioniert. Alle wollen vorankommen und arbeiten ständig an Selbstoptimierung. Aber: Der offene State of Mind sieht persönlichen Fortschritt im Austausch – Ob passiv beim Lauschen und Aha-Effekt nebenbei oder aktiv, durch gegenseitiges Lernen im 9-bis-5-Arbeitsalltag, Workshops oder Kontaktreihen.

Letztere sind auch für PR-Selbstständige ein großes Plus. Netzwerken ist in der offenen Arbeitsatmosphäre leicht. Wöchentliche Anfragen und Ausschreibungen über die facebook-Seite des Edelstall schaffen die Möglichkeit der Kundenakquise. So kann sich über das Gesuch eines Grafikers auch der Auftrag für eine Textertätigkeit oder eine umfassende Kommunikationsberatung erschließen. Die Atmosphäre in CoWorking Space strahlt Produktivität, Kompetenz und Kooperation aus. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Home-Office: Vor dem Kunden erscheint man nicht als Einmannbetrieb, sondern als unterhalte man ein gesamtes Büro.
Bei aller Gedankenfreiheit, Ideenaustausch und gegenseitigem Input zählt dennoch Vertraulichkeit gegenüber dem Auftraggeber. Diese wird, wie auch bei der Agenturarbeit, vertraglich geregelt.

Edelstall Hannover – wie es funktioniert    

Mit einer Zehnerkarte steht euch an zehn vollen Tagen à zehn Euro ein Arbeitsplatz zur Verfügung. Infrastruktur, das heißt Schreibtisch, Stuhl, Bildschirm, Tastatur und Wlan werden gestellt.

Die PR-Studierenden der FHH sind herzlich willkommen – zur Besichtigungstour oder auch einem kostenlosen Probetag. Ihr arbeitet nicht frei neben dem Studium und auch sonstige kreative Projekte finden sich derzeit nicht auf Eurer Agenda? Die Semesterprüfungen stehen bevor und acht Stunden im Edelstall garantieren nicht nur  Netzwerk- und Inputmöglichkeiten, sondern bewahren euch auch vor der Küche, die dringend wieder einmal geputzt werden müsste oder dem Berg Bügelwäsche, der nun/jetzt/gleich/sofort abgebaut werden muss.

 

Sturm, Drang und Fernweh? Lest im nächsten Beitrag, welche Karrieremöglichkeiten die Internetplattform Escape the City bietet.

 

“Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht” – Über PR-Ethik, goldene Löwen und zahnlose Tiger

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Wenn die Begriffe Public Relations und Ethik in einem Atemzug genannt werden, erzeugt diese Kombination nicht nur in der Öffentlichkeit und bei den Journalisten, sondern auch bei den PR-Praktikern selbst, häufig nur ein müdes Lächeln. So ergab eine an Kommunikationsprofis gerichtete Umfrage des PR-Barometers rund um das Thema Ethik in der Kommunikation aus dem Jahr 2009, dass die PR-Akteure ihr eigenes Berufsfeld mit viel Skepsis betrachten. Nur etwas mehr als 15 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass es um die Ethik in der PR-Branche gut bestellt ist. Dabei sind sogar ganze 40 Prozent davon überzeugt, dass sich das ethische Verhalten der Kommunikationspraktiker im Laufe der letzten fünf Jahre verschlechtert hat.

Besonders der Terminus Wahrheit scheint mit dem größtenteils negativ behafteten Image der Öffentlichkeitsarbeit unvereinbar, ist dieser Beruf der breiten Öffentlichkeit doch eher unter den Begriffen „Schönfärberei“ oder  „Schleichwerbung“ bekannt. Doch wie sieht eine ethische PR eigentlich aus? Welche Informationen müssen, dürfen oder sollen preisgegeben werden? Ist es von Vorteil, die ungeschminkte Wahrheit zu sagen, sollten unbequeme Details besser verschwiegen werden oder ist die Lüge als fester Bestandteil der öffentlichen Kommunikation bereits unverzichtbar?

Theorie und Praxis nur schwer vereinbar

In der Praxis ergibt sich eine klare Diskrepanz zwischen den vorgegebenen theoretischen Normen und ihrer Umsetzung im Berufsalltag. Ein stetiger Konflikt zwischen der Auftragserfüllung im Sinne des Auftraggebers und der wahrheitsgemäßen Informierung der Öffentlichkeit. Zu welchen Kontroversen dieser Konflikt führen kann, lässt sich an einem aktuellen Fallbeispiel veranschaulichen:

Im Dezember 2010 reiste der Blogger, Fotograf und Künstler Stefan Gbureck als Anhalter medienwirksam durch Europa. Die Aktion „Tramp a Benz“ nutzte dabei so gut wie alle Kanäle, die Social Media zu bieten hat: Gbureck dokumentierte seinen Trip mit Texten, Bildern und Videos auf seinem Blog, Youtube und Facebook. Der Clou an der Sache: Das ehemalige Hugo Boss Model ließ sich nur von Mercedes-Benz-Fahrern mitnehmen – eben ganz getreu des Markenslogans „The Best or Nothing“. Von Berlin ging es in 17 Reisetagen nach Barcelona. Schöne Idee eigentlich. Eigentlich. Wäre da nicht die Kleinigkeit, dass die Idee zur Kampagne gar nicht von Gbureck selbst kam. Das Ganze war von der Agentur Jung von Matt inszeniert, die – wie der Zufall es so will – auch für die Markenbildung von Mercedes-Benz verantwortlich ist.

Dabei wurden die „Hintermänner“ der Aktion zu keinem Zeitpunkt kommuniziert, noch war sich das Publikum überhaupt darüber im Klaren, dass es sich um eine PR-Maßnahme handelte. Und auch nachdem Horizont.net am 3. Dezember 2010 berichtete, dass die Domain der Aktions-Website auf Jung von Matt registriert sei, erklärte Stefan Gbureck vehement, der alleinige Urheber der Aktion zu sein. Erst einige Tage später tauchte der Name Jung von Matt klammheimlich im Impressum der Website auf. Dabei hatten der Blogger und die Agentur in der mehrwöchigen PR-Aktion gezielt Markenbotschaften im Sinne des Auftraggebers Mercedes-Benz platziert. So heißt es auf der Website unter anderem: “Tramp a Benz is about the freedom to be on the road [… ] as fast and safe as possible.”

Guerilla-Kommunikation vs. gezielte Täuschung der Öffentlichkeit

Erst in einer persönlichen Anhörung vor dem Deutschen Rat für Public Relations Mitte Februar 2011 räumten die Verantwortlichen von Jung von Matt ein, „Tramp a Benz“ gezielt geplant und mit Wissen und finanzieller Unterstützung von Mercedes-Benz umgesetzt zu haben. Dabei konnte Gbureck für den künstlerischen Part gewonnen werden, was aber nicht heißt, dass er nicht von Agenturseite auf seiner Reise begleitet und redaktionell unterstützt worden wäre.  Was auch nicht heißt, dass es Jung von Matt davon abhielt, „Tramp a Benz“ bei den Cannes Lions 2011 in der Kategorie PR einzureichen, obwohl das Beschwerdeverfahren des DRPR zu dem Zeitpunkt schon angelaufen war.

Die Entscheidung des Kontrollorgans der deutschen PR-Wirtschaft ließ lange auf sich warten. Erst im Juni 2011 und damit sieben Monate nachdem die Aktion online ging, fällte der als „zahnloser Tiger“ verkannte DRPR seinen Ratsspruch: „Der DRPR rügt Jung von Matt als Urheber und für die Umsetzung verantwortliche Agentur für ihre verdeckte PR-Maßnahme durch die intransparente Aktion „Tramp a Benz“ im Internet. Der DRPR rügt Mercedes-Benz als Auftraggeber und verantwortliches Unternehmen, das von der PR-Maßnahme gewusst und diese finanziell unterstützt hat. Ferner wird eine Rüge gegen Stefan Gbureck ausgesprochen, der auf dem Blog „Tramp a Benz“ den Anschein erweckt hat, eine persönlich motivierte Aktion durchzuführen, obwohl er in der Vorbereitung und bei der Durchführung durchweg von Jung von Matt unterstützt wurde.“

Eine Rüge für alle Beteiligten der Kampagne wegen Verstoßes gegen Transparenz und Absenderklarheit und somit klare Verstöße gegen nationale wie internationale PR-Richtlinien. So heißt es beispielsweise in Artikel vier des Code de Lisbonne: „Public Relations-Aktivitäten müssen offen durchgeführt werden. Sie müssen leicht als solche erkennbar sein, eine klare Quellenbezeichnung tragen und dürfen Dritte nicht irreführen.“ Den Einwand, dass der PR-Rat mit seiner Entscheidung jegliche Guerilla-Kommunikation verhindert, lassen die Verantwortlichen nicht gelten. Zentrales Element einer sogenannten Mystery-Phase müsse sein, dass das “Geheimnis” kurzfristig gelüftet und der Absender genannt wird. Eine solche sei weder in dem Blog erkennbar noch wurde sie von Jung von Matt nach eigener Aussage für diese Aktion eingeplant, so der Rat.

Jung von Matt gewann den goldenen Löwen in Cannes übrigens und handelte sich damit noch mehr Kritik vom DRPR ein. Der fordert die Festivalverantwortlichen nun dazu auf, der Agentur und dem Kunden den PR-Preis abzuerkennen. Außerdem wurden Stimmen laut, die ganze Aktion sei sowieso nur abgekupfert. Bereits im Jahr 2008 hatte Peugeot in Dänemark ein ähnliches Projekt umgesetzt. So wird „Tramp a Benz“ in Medienberichten zur „Goldene[n] Belohnung für kreative Trittbrettfahrer“. Die Kampagne hat den erhofften viralen Effekt definitiv erfüllt – allerdings eher negativ. Und verbannt Public Relations damit erneut in die Ecke der Schleichwerbung.

Was lernen wir daraus?

Kaum ein anderer Beruf ist derartig von moralischen Handlungsempfehlungen abhängig wie die Public Relations. Unmoralisches Handeln wird – oftmals durch die Medien verstärkt – von der Öffentlichkeit bewusst oder unbewusst wahrgenommen und hat somit direkte Auswirkungen auf das Image der gesamten Berufsbranche. Der Wahrheitsgehalt von PR-Maßnahmen beeinflusst die obersten Zielwerte der PR wie Glaubwürdigkeit, Transparenz und Vertrauen in unterschätztem Maße. Dieses gilt besonders im Sinne eines einheitlichen Berufs- und Rollenverständnisses und vor der Absicht, das Image der Öffentlichkeitsarbeit in eine positive Richtung zu lenken. Schon lange wird in Wissenschaft und Praxis die Forderung nach einer Ethik für den heutigen PR-Berufsalltag laut, die akzeptier- und anwendbare ethische Standards des Berufsstandes ermittelt. Denn die moralischen Verhaltensanforderungen an die PR-Praktiker haben sich mit der Zeit und der Veränderung des Berufsfeldes entwickelt und werden dies auch in Zukunft weiterhin tun.

PR-Forum: Podiumsdiskussion komplett anschauen

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Das Eröffnungspodium des vom PRSH veranstalteten Niedersächsischen PR-Forums lässt sich jetzt in voller Länge bewundern: Wir stellen hier einen kompletten Mitschnitt der Diskussionsrunde zum Thema “Wenn Ansprüche zu Herausforderungen werden” zur Verfügung. Von links: Dr. Felix Gress (Continental), Andreas Meurer (VW Nutzfahrzeuge), Hartwig von Saß (Deutsche Messe AG), Dominik Ruisinger (Moderator), Karl-Heinz Heuser (Burson-Marsteller) und Prof. Dr. Peter Szyszka (Uni Wien).

PRSH e.V. mit neuem Vorstand

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Der PR-Studierende Hannover e.V. hat einen neuen Vorstand: Joana Witt, Daniela Sievers und Fabian Radix lenken nun die Geschicke der Vereinigung von PR- und Journalismus-Studenten der Fachhochschule Hannover. Da Attila Söder und Martin Höfelmann kurz vor ihrem Studienabschluss stehen, scheiden sie aus dem Vorstand aus, stehen aber weiter mit Rat und Tat zur Seite.

Daniela Sievers, Joana Witt und Fabian Radix (v.l.) sind der neue PRSH-Vorstand. (Foto: Tobias Köhne)

Daniela Sievers, Joana Witt und Fabian Radix (v.l.) sind der neue PRSH-Vorstand. (Foto: Tobias Köhne)

Während Joana Witt (Master Kommunikationsmanagement) sich um Organisatorisches und Presse kümmert, zeichnet Fabian Radix (Master Kommunikationsmanagement) insbesondere für die Onlinedarstellung und Social Media verantwortlich. Daniela Sievers (Bachelor Public Relations) wird sich vorwiegend mit den Exkursionen der Studierenden befassen.

Der Public Relations Studierende Hannover e.V. ist ein Zusammenschluss von Studenten, Alumni und Unterstützern der PR-Studiengänge an der Fachhochschule Hannover. Der gemeinnützige Verein will den Studierenden der Fachrichtungen Public Relations (Bachelor), Kommunikationsmanagement (Master) und Journalismus (Bachelor) auch außerhalb der regulären Vorlesungen Wissen vermitteln. Kontakte zwischen Theorie und Praxis knüpfen, Engagement zeigen – das sind weitere Ziele der Gemeinschaft, die im Jahr 2009 von Studenten rund um Martin Höfelmann gegründet wurde.

Diese Ziele realisiert der Verin durch Vorträge externer Fachleute, die Diskussionsreihe “PRSH im Gespräch” bei der PR-Profis Fachthemen mit den Studenten debattieren, Exkursionen zu Institutionen aus dem Bereich der Public Relations sowie Workshops oder zusätzliche Lehrangebote.

PRSH-Gründer Martin Höfelmann ist PR Report Student des Jahres

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PRSH-Gründer Martin Höfelmann hat am Donnerstag bei den PR Report Awards 2011 in Berlin die Auszeichnung als “Student des Jahres” erhalten. Er setzte sich damit gegen vier Mitbewerber von verschiedenen Hochschulen in Deutschland durch. Ausschlaggebend für die Jury war neben Notenschnitt und beruflicher Praxis auch das außeruniversitäry Engagement von Martin: Er hatte im Jahr 2009 den PRSH e.V. gegründet.

Martin Höfelmann (Mitte) nahm den Preis aus den Händen von Ruth Moschner entgegen.

Martin Höfelmann (Mitte) nahm den Preis aus den Händen von Ruth Moschner entgegen.

Der Branchenpreis des Magazins PR Report wurde zum neunten Mal verliehen. Mehr als 500 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Durch die Gala führte die TV-Moderatorin, Schauspielerin und Buchautorin Ruth Moschner.

Ausgezeichnet in der Kategorie PR-Professional des Jahres wurde Klaus Walther, Leiter Konzernkommunikation der Deutsche Lufthansa AG. Die Trophäe für das PR-Team des Jahres durften die Mitarbeiter der Presseabteilung des Siemens- Konzerns entgegennehmen.

Mit den PR Report Awards werden die professionellen Leistungen gewürdigt, mit denen die Preisträger die kommunikativen Herausforderungen des vergangenen Jahres gemeistert haben. Die Jury besteht aus Frauen und Männern aus Unternehmen und PR- Agenturen. Von den 286 Einreichungen erreichten 81 das Finale, aus denen wiederum die Gewinner in insgesamt 22 Kategorien ermittelt wurden.

Mehr Informationen unter www.prreportawards.de

Niedersächsisches PR-Forum 2011 am 24. Juni in Hannover

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Das Niedersächsische PR-Forum 2011 findet am 24. Juni in Hannover statt. Der Branchentreff der Public Relations, der gemeinsam vom Masterstudiengang Kommunikationsmanagement der FH Hannover und dem PRSH organisiert wird, steht in diesem Jahr unter dem Motto “Gesellschaftsrevolution! Kommunikationsevolution? Wenn Ansprüche zu Herausforderungen werden”. Einen Tag lang haben dann PR-Praktiker und Wissenschaftler bei diversen Workshops und Vorträgen die Gelegenheit, sich über künftige Herausforderungen der Kommunikationsbranche auszutauschen.

Das Thema der Veranstaltung erklären die PR-Studenten so: “Früher, als wir noch in einer ‘Wie-Welt’ lebten, war es Aufgabe der Kommunikation Wirkungs- und Funktionsweisen zu erklären – in der heutigen ‘Warum-Welt’ reicht dies nicht mehr aus. Anspruchsgruppen sind selbstständiger und selbstbewusster geworden und fragen aktiv nach dem ‘Warum?’. Diese Veränderungen wirken sich unmittelbar auf die Arbeit der PR-Praktiker aus. Die kompakte, eintägige Veranstaltung beschäftigt sich mit verschiedenen Dimensionen der Veränderungen.”

Die Themen der Workshops:

Politische Kommunikation – Wir sind das Volk!
Der Wutbürger – das Wort des Jahres 2010 – bezeichnet einen Menschen der bürgerlichen Mitte, der durch Demonstrationen und Protestaktionen nachdrücklich seinen Unmut über politische Entscheidungen äußert. Die „Wutbürger“ fühlen sich von der Politik weder verstanden noch repräsentiert und sehen keine Legitimation für deren Handeln. Im Workshop wird deshalb zur Diskussion gestellt, wie die Politik mit einer Zielgruppe kommunizieren soll, die sich zunehmend von ihr entfremdet.

Corporate Social Responsibility – Pflicht oder Kür?
Gesellschaft und Anspruchsgruppen wandeln sich – die CSR vieler Unternehmen hingegen nicht. Wenn sich Bedürfnisse, Prioritäten und Kommunikationsverhalten der Bezugsgruppen rasant entwickeln, wie zeitgemäß ist da noch „die gute alte CSR“? Wer erwartet von Unternehmen eigentlich noch CSR? Wem will CSR noch etwas beweisen?

Interne Kommunikation – Goodbye One-Voice-Policy?
Die meisten Kommunikationsabteilungen folgen dem altbewährten Prinzip der „One-Voice-Policy“. Doch in Zeiten von sozialen Netzwerken, Foren und Blogs, in der jeder Mitarbeiter zum Sender unternehmensrelevanter Botschaften werden kann, greift das One-Voice-Prinzip nicht mehr. Ist es also nicht langsam an der Zeit neue Wege einzuschlagen?

Ethno-PR – Ist Multikulti wirklich gescheitert?

Welches Potenzial steckt in multikulturellen Zielgruppen? Ist Ethno-PR im Hinblick auf die Integration ausländischer Mitbürger hilfreich oder stellt sie, durch die angepasste Aufbereitung der Informationen, sogar ein Hindernis für erfolgreiche Integration dar? Diese und weitere Aspekte des Themas werden von Experten aus Wissenschaft und Praxis beleuchten und von den Teilnehmern diskutiert.

Um über aktuelle Forschungsthemen zu berichten und den Stand der Wissenschaft aufzuzeigen, stellen Absolventen der Fachhochschule Hannover anschließend ausgewählte Masterarbeiten vor. Die Veranstaltung findet im Radisson Blu Hotel Hannover auf dem Messegelände statt. Die Teilnahmekosten belaufen sich auf 60 €/Person inkl. Verpflegung.

Mehr Informationen zum Niedersächsischen PR-Forum 2011 unter www.nds-pr-forum.de.

PRSH gewinnt in Lissabon Euprera Social Media Award 2011

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Der Public Relations Studierende Hannover e.V. wurden mit dem EuroBlog Social Media Award 2011 ausgezeichnet. Die European Public Relations Education and Research Association (Euprera) ehrt jedes Jahr europaweite Blog-Projekte, die sich die Möglichkeiten des Social Web zu Nutze machen und eng mit der Online-Community verbunden sind. Die Arbeit des PRSH wurde von den internationalen Juroren hinsichtlich der Kriterien Fokus und Vision, Kreativität, Originalität, Stil und Erkenntnis bewertet und in der Kategorie „effektivste Social Media Präsenz europäischer PR- / Kommunikationsstudenten“ zum Sieger gekürt. Der Vereinsblog sowie die Aktivitäten bei twitter und facebook wurden als inspirierendes Social Media Engagement bewertet.
Die Studierenden der FH Hannover setzten sich gegen Teilnehmer aus zehn europäischen Ländern durch. „Von Anfang an war unser Engagement im Social Web auch ein Selbstlernprozess. Wir Studenten wollten die Stärken von Twitter und Co nachvollziehen“, sagte der PRSH-Vorsitzende Martin Höfelmann in seiner Dankesrede beim Euprera Spring Symposium 2011, das in Lissabon stattfand und verwies darauf, dass sich der Verein gerade durch das Social Web wichtige Kontakte aufbauen konnte. „Wir hätten nie gedacht, dass man mit Twittern und Bloggen eines Tages von der Euprera nach Lissabon eingeladen wird. Wir sind sehr stolz, dass unser Engagement außerhalb von Deutschland auf Interesse stößt.“ Der Juryvorsitzende Philip Young, PR-Professor an der University of Sunderland, lobte das Engagement der Studenten aus Hannover und wertete es als Auftrag an die europäischen PR-Studiengänge: „Wir müssen die Ausbildung im Bereich Online-PR noch ernster nehmen. Der PRSH zeigt uns, wie wichtig dieses Thema ist. Es reicht nicht aus, wenn Professoren theoretisch über diese Dinge schreiben. Wir brauchen mehr Anwenderwissen.“
Die Preisverleihung der EuroBlog Social Media Awards fand im Rahmen des Euprera Spring Symposium am 3. März statt. Neben eines Preisgeldes von 250 € erhielt der PRSH die Gelegenheit, seine Arbeit vor einem internationalen Publikum von PR-Profis zu präsentieren.

Hamburg-Review die Zweite: Molthan van Loon

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Lichtdurchflutet, die Elbphilarmonie und der Museumshafen gleich hinter der Fensterfront. Dieser Blick eröffnet sich einem aus den Büroräumen von Molthan van Loon. Normalerweise Kunden, wie Beiersdorf, Allianz… und an einem Freitag Anfang November auch uns, dem PRSH. Hier die zweite Review unseres Besuchs in Hamburg.

Wer bei solch einem Ausblick keinen Anstoß zum obligatorischen Small- Talk findet, kann nur ein über die Maßen Schön- Wetter- Mensch sein, der mit der Hansestadt daher von vornherein auf Kriegsfuß steht.

Petra Friedlaender, Geschäftsführerin der Kommunikationsunternehmens, positioniert Molthan van Loon als „im Markt einzigartig“. Während gewöhnlich Agenturen der Kommunikationsbranche entweder inhabergeführt oder einem Netzwerk angeschlossen seien, vereine Molthan van Loon die Vorteile beider Organisationsformen: Ob bei der strategischen Ausrichtung oder Entscheidungen bei konjunkturbedingten Herausforderungen kann die Agentur freier und flexibler reagieren. Dennoch genießt sie die Vorteile der Internationalität des Ketchum Pleon Netzwerkes als Exclusive Associate Partner.


Theorie und Praxis

Ob nun organisationstypisch oder nicht: Was bleibt ist die Stresserprobung. Trotzdem empfiehlt Tobias Soffner, MvL-Berater der unter anderem die Landesmarketing-Kampagne für das Land Mecklenburg- Vorpommern betreut, uns Nachwuchs-PRlern: Wer sich auf der „Seite der Idee, auf der treibenden Seite“ sähe, der solle die Agentur wählen. Die Kommunikation vieler Kunden werde daher oftmals auch nicht nur aus den eigenen Kommunikationsabteilungen gesteuert, sondern auch an Agenturen ausgelagert. Diese garantieren mit dem Seitenblick durch Branchendistanz für neuen Ideeninput.

Wir erfahren mehr über Cases aus den Bereichen Krisenmanagement, Profilschärfung und Markenkommunikation, welche zusammen mit Digital Dialogue die Schwerpunkte der Agentur bilden. In nur zwei Stunden werden wir in viele Geheimnisse der PR-Praxis eingeweiht und können den uns manchmal so trocken und theoretisch erscheinenden Vorlesungen mit neuem Vertrauen in ihre Praxistauglichkeit entgegenschauen.

Außerdem lernen wir: Marketing lässt sich in der Praxis oft nur selten von der PR trennen. Gerade bei Unternehmen erhalten Marketing und PR oftmals ein gemeinsames Budget. Die Rolle der PR als Longtail erkennen jedoch immer mehr Unternehmen und so prognostiziert auch Molthan van Loon, wie viel andere, einen Zuwachs der PR zu Lasten der Werbung. Gut für uns!

Und nach dem Studium?

Für unsere Nachwuchsfrage wird sich daher ausgiebig Zeit genommen: Bei der Bewerbung zum Trainee fährt prinzipiell der Masterabsolvent nicht unbedingt auf der Überholspur. Jedoch: Ein schneller Studienabschluss ersetzt nicht die Persönlichkeitsentwicklung. Hat ein Trainee mit lediglich einem Bachelorabschluss die ersten 12 Monate in der Agentur beendet, ist er oder sie nicht unbedingt bereit als Junior Berater auf die Kunden losgelassen zu werden.

Die Herzschlagrate der anwesenden Siebt- bis Zehntsemestler beruhigt sich so wieder und Petra Friedlaender skizziert die weiteren Karrierestufen, die es bis zur Geschäftsführung einer PR-Agentur zu erklimmen gilt: Als Assistent arbeitet man nach dem Traineeship zwar noch unter dem Junior Consultant, immerhin jedoch mit einem unbefristeten Vertrag. Im Anschluss folgen die Positionen Junior Consultant und schließlich Berater.

Auch wenn es ein langer Weg bis zur Führungsposition ist, die Vorzüge der Agenturarbeit in unserem Gespräch mit Molthan van Loon werden deutlich: Die Projektarbeiten aus unterschiedlichen Branchen ist abwechslungsreich und spannend. Und das ab dem ersten Tag! Denn ob Trainee oder Berater, das Credo der Agentur lautet: „Der Kunde bekommt nicht den einzelnen Berater, sondern Molthan van Loon. Das Team.“

Der PRSH möchte sich herzlich bei Molthan van Loon und der Google Deutschland GmbH für ausgiebige Einblicke in die PR-Branche und agentur- und unternehmensspezifische Arbeitsweisen bedanken!

Stefan Keuchel: „Wir müssen Herrn Sarrazin eigentlich dankbar sein.“

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Am Freitag vor zwei Wochen besuchten wir Google Deutschland und die Agentur Molthan van Loon in Hamburg. Die erste Review beschäftigt sich mit dem Besuch beim Suchmaschinen-Monopolisten Google und dessen Dankbarkeit gegenüber Thilo Sarrazin.

Rauf. Fahrstuhl eins. Das Türschild liest zwar Google, aber auch „Kein Eingang“. Runter Treppenhaus zwei. Fast sehen wir Vorurteile über die Transparenz des Unternehmens in der Anatomie des Google-Gebäudes voreilig bestätigt. Hoch. Fahrstuhl zwei. Endlich leuchten uns die sechs Buchstaben in Duplo-Farben entgegen.

Stefan Keuchel, Google Pressesprecher, führt uns mit kleinem Abstecher zur Kantine in das nächste Stockwerk zur Unternehmenskommunikation. Versorgt mit Bio-Lassi und Öko-Brause erhalten wir in den nächsten zwei Stunden viel Insights in die Entstehungsgeschichte, die Finanzierung und die neuesten Anwendungen des Suchmaschinen-Monopolisten. Stopp- unangebrachter Wortgebrauch! Stefan Keuchel gefällt diese häufig von den Medien vorgeworfene Positionierung nicht. Warum? Er führt die Mission des Unternehmens an: Das Bestreben, die Informationen der Welt für jedermann zugänglich und nutzbar zu machen. „Völlig kostenlos übrigens.“, fügt er hinzu. Der Nutzer hebt Google also selbst in die führende Marktposition. Zudem gäbe es durchaus Mitbewerber für den sich der Suchende entscheiden könnte.

Als amerikanisches Unternehmen hat Google natürlich nicht nur eine Mission, sondern auch eine Vision: Die von den meisten Usern ignorierte „Auf gut Glück“-Suche ist das Ideal des Suchmaschinenanbieters. Wie Captain Kirks Computer auf eine Frage eine einzige richtige Antwort geben zu können, sei das Hauptziel der Google-Gründer.

Die PRSH-Mitglieder mit Google Pressesprecher Stefan Keuchel (Mitte unten).

Google die Krake?

Um dies zu erreichen muss Google den Nutzer schon genau kennen. Zack und wir befinden uns in der Hauptdebatte: Google, die Krake. Gmail scannt unsere Emails. Richtig. Google setzt Cookies. Richtig. Auch richtig ist aber: Wir möchten unser Postfach spamfrei haben. Deswegen scannt auch jeder Freemail-Provider unsere Emails. „Herzlich Willkommen XY bei Amazon! Leser, die dieses Buch kauften, interessierten sich auch für diese…“, so setzt auch jeder andere Webseitenanbieter Cookies.

Die zu Beginn aufgestellte Analogie der Gebäudestruktur zur Durchsichtigkeit der Datenverarbeitung fanden wir während unserem Gespräch auch widerlegt. Der eigentlich offensichtlich, unter dem Suchschlitz auf der Google-Startseite platzierte Link „Datenschutz“ führt zu einem Portal mit umfangreichen, auf die verschiedenen geografischen Zielgruppen zugeschnittenen Informationen zum Umgang mit ihren persönlichen Daten.

Dass die meisten von uns diese Plattform als alternative Quelle zu reißerischen Titelstories der nationalen Publikumszeitschriften („Eine Spiegel-Titelgeschichte wünscht sich keiner.“) bisher nicht wahrgenommen haben, mag auf unseren Tunnel-Blick zurückzuführen sein. An dessen Ende stehen die ersten 20 Ergebnisse unserer Stichwortsuche mit den höchsten PageRanks, also den meisten Verlinkungen von anderen Webseiten.

Die Kommunikation rund um Streetview

Der Besuch bei Google verdeutlicht wieder einige bereits in der Theorie gelernten PR-Basics an Hand der Praxis: Erstens, die Schwierigkeit zielgruppenspezifischer Kommunikation bei globalen Produktlaunches: „Uns ist es leider nicht gelungen den Nutzern deutlich zu machen, warum dies ein nützlicher Service ist.“, gesteht Stefan Keuchel beim unvermeidlichen Gesprächspunkt „Streetview“.

Während die Applikation in anderen Ländern nahezu diskussionslos angenommen wurde, unterschätzte man die Nachwirkungen totalitärer, von Überwachung geprägter Systeme in der deutschen Regierungsgeschichte. Das Misstrauen gegen die schwarzen Fahrzeuge mit dem mächtigen Hahnenkamm aus Kameras löste eine Debatte hinweg durch alle Medien und Bevölkerungsschichten aus.

Zweitens, der Einfluss unvorhersehbarer Medienereignisse auf Prozesse öffentlicher Meinungsbildung: „Wir müssen Herrn Sarrazin eigentlich dankbar sein.“, sagt da Stefan Keuchel. Dessen Theorien zur Genetik der Arbeitsmoral empörten die Öffentlichkeit noch mehr, als der gehypte Eingriff in die Privatssphäre durch Google- Streetview und setzte dieser Krise einen vorzeitigen Endpunkt.

Zum Schluss lernen wir, dass Google weitaus mehr kann als die Stichwortsuche in weniger als einer zehntel Sekunde und unser Leben als recherchebetraute Praktikanten und Trainees erleichtern kann: Google Echtzeit und Google Trends sind nur zwei der Möglichkeiten, um zum Beispiel Themen mit einem aktuell hohem Conversational Capital zu identifizieren und so auf Trends zu schließen.

Dass nicht alle diese Funktionen auf Anhieb auch auf dem Smart Phone des nicht aus der Fassung zu bringenden Pressesprechers vorzuführen waren, sorgte eher für Erleichterung als Wehmut: Selbst die Krake funktioniert nicht immer und überall.

Hannover und PR – ein Widerspruch?

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Als Hochburg der PR kann Niedersachsen nun wahrlich nicht bezeichnet werden. Obwohl große Unternehmen wie Continental, VW oder die Tui hier ihren Sitz haben. Und mal abgesehen von einigen Werbeagenturen, kann man die PR-Agenturen in der Landeshauptstadt Hannover an einer Hand abzählen. Doch woher kommt das?

„Das habe ich mich auch schon immer gefragt“, meint Thorsten Windus-Dörr, Geschäftsführer der Agentur Eins A Kommunikation in Hannover. Rein geografisch gesehen liegt Hannover optimal, sowohl aus dem Norden als auch aus dem Süden Deutschlands ist die Stadt an der Leine gut und vergleichsweise schnell zu erreichen. Hinzu kommt, dass viele Zugverbindungen über Hannover führen – hier halten die meistens ICEs in ganz Deutschland. Wer nach Hamburg oder Berlin will, kommt um Hannover nicht herum.

Windus-Dörr ergänzt: „Außerdem gibt es in PR-Hochburgen wie München oder Hamburg auch nicht viel mehr Unternehmen als bei uns.“ Es scheint allerdings so, als gäbe es einen steigenden Bedarf an externer Beratung in der Landeshauptstadt. Auf die Frage, ob er als Geschäftsführer einer PR-Agentur in Hannover einen schweren Stand hat, antwortet Windus-Dörr: „Mein Partner und ich haben Eins A Kommunikation vor zwei Jahren gegründet. Und sind seitdem voll im Geschäft.“

Trotzdem sind Jobangebote für die Branche in Niedersachsen überschaubar. Dem gegenüber steht geballte Ausbildungskraft: Rund 400 Studenten sind aktuell für das Fach Public Relations/Kommunikationsmanagement in Niedersachsen eingeschrieben. Denn die FH Osnabrück/Lingen und die FH Hannover sind zwei der wenigen staatlichen Hochschulen in Deutschland, die dieses Studienfach überhaupt anbieten. Somit wären professionell ausgebildete PR-Fachleute bereits an Ort und Stelle.

Über die Ursachen, warum in Niedersachsen und der Landeshauptstadt Hannover die PR-Landschaft so kümmerlich ausgebildet ist, können wir an dieser Stelle nur spekulieren. Vielleicht hat es etwas mit dem Image der Stadt zu tun. Aber das verbessert sich dank Oslo-Lena, Präsident-Anwärter Christian Wulff und (trotz Alkohol-Ausrutscher) Ex-Bischöfin Margot Käßmann ja auch gerade.

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