“Wird jetzt alles ethisch(er)? – Die PR-Branche nach der Social-Media-Revolution” lautete der Titel der dritten Podiumsdiskussion der PR-Studierenden Hannover (PRSH) am Montag. Auf dem Podium des Leibnizhauses diskutierten PR-Experten aus Agenturen und Unternehmen vor 70 Gästen über Ethik, Social Media und Hahnenkämpfe.

Diskutierten auf dem Podium: Mario Köpers (Tui), Petra Friedlaender (Molthan van Loon), Monika Prött (DRPR) und Moderatorin Wiebke Möhring (v.l.n.r.; Foto: Tobias Köhne)
Wie sieht die PR-Branche nach der Social-Media-Revolution aus? Der Ansatz der dritten Podiumsdiskussion der PR-Studierenden Hannover erscheint aus studentischer Sicht einleuchtend. Schließlich sind Twitter, Facebook und Konsorten inzwischen Alltag in Agenturen und Unternehmen und wirbelten die PR gehörig durcheinander. Oder doch nicht? Wer der Podiumsveranstaltung des PRSH lauschte, der wurde eines Besseren belehrt: Weder Mario Köpers (Tui), Petra Friedlaender (Molthan van Loon) noch Monika Prött (Deutscher Rat Public Relations) hatten eine Revolution wahrgenommen. Die logische Folge: Es gebe auch keine neue Ethik.
Einhellige Meinung auf dem Podium: Social Media ist ein weiterer Kanal im ohnehin breiten PR-Spektrum. Und noch dazu ohne wertschöpfenden Aspekt. Mario Köpers: „Auf den Beweis, dass Social Media auf der Vermarktungsebene etwas bringt, warte ich bis heute.“ Der Twitter-Account der Konzerntochter Tui Cruises habe 6.000 Follower – im Vergleich mit den 1,6 Millionen Kunden ein verschwindend geringer Anteil.
Die Angst vor dem Dialog sitzt tief
Bei allen drei Gästen auf dem Podium überwog deutlich erkennbar noch immer die Skepsis gegenüber den neuen Kommunikationskanälen. So beschworen Sie beinahe einhellig die Gefahren und das Krisenpotential von ersten Gehversuchen im Web 2.0 – kleiner Seitenhieb auf die „Chefticket“-Aktion der Deutschen Bahn inklusive. Eine lebhafte Diskussion entstand dann jedoch zur Frage, ob sich Nutzer des Web 2.0 mit ihrem Klarnamen erkennbar machen sollten.
Dabei war der Veranstaltung kurz vor ihrem Beginn ein herber Schlag versetzt worden, da Klaus Merten (com+plus) nicht dem Chefticket, sondern der dahinter stehenden Deutschen Bahn zum Opfer gefallen war. Der Aufforderung von Moderatorin Wiebke Möhring an das Publikum, durch kritische Fragen die Rolle Mertens anzunehmen, kamen gerade die Studenten gerne nach. Neben den ortsansässigen Hannoveranern war auch reichlich PR-Nachwuchs aus der Umgebung angereist.
Ethik-Richtlinie des DRPR bekam wenig Input aus der Praxis
Monika Prött, kurzfristig für ihren Kollegen Heiko Kretschmer eingesprungen und Mitglied im Deutschen Rat Public Relations, bedachte im Vorfeld der Veranstaltung geäußerte Kritik am DRPR von Klaus Kocks mit einem Lächeln und unterstrich die Legitimation des Rates. “Die Ethikgremien anderer Berufe, nehmen Sie Anwälte oder Ärzte, sind auch mit Vertretern eben dieses Berufsstandes besetzt. Warum soll dies bei der PR anders sein?”, erklärte Prött. Gleichzeitig räumte sie aber auch ein, dass man sich insbesondere von der in diesem Jahr veröffentlichten Online-Richtlinie, die der Rat vorher öffentlich in Form eines Blogs zur Diskussion gestellt hatte, mehr Beteiligung erwartet hätte.
“Das war schon enttäuschend und ernüchternd”, so Prött, die in Bezug auf den Vorwurf einer fehlenden Moderation, dem Nicht-Einhalten von Deadlines und der umso plötzlicheren und eher intransparenten Veröffentlichung der Richtlinie seitens des DRPR um Verständnis warb, dass die ehrenamtlichen Ratsmitglieder eben auch selbst beruflich enorm eingespannt seien.
Bei der nächsten Aschewolke „feuert“ Tui auch mit Social Media
Mario Köpers konnte für Tui allerdings Besserung bei der Nutzung der sozialen Netze versprechen: „Bei der nächsten Aschewolke werden wir auch Social Media einsetzen.“ Gemeint war der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, der unter anderem auch die Rückkehr zahlreicher Tui-Urlauber verhindert hatte. Man habe damals „aus allen Rohren gefeuert“, die sozialen Netzwerke jedoch vernachlässigt. Beim nächsten Mal solle dies anders werden.
Zum Abschluss schlug Köpers dann noch einmal den Bogen in Richtung Ethik: Lügen dürfe man bei PR nicht, man müsste aber auch nicht immer alles verraten. Und: „Bewahren Sie sich fünf Prozent moralische Flexibilität.“
Mehr Fotos von der Veranstaltung auf unserer Facebook-Seite.
Die Videozusammenfassung
Dialogorientierte Kommunikation. Das ist in Zeiten von Twitter, Facebook und Co in aller Munde. Doch wie sehr gewollt ist diese Transparenzoffensive eigentlich von den PR-Schaffenden selbst? Wird hier die Kommunikationsbranche nicht viel mehr durch die neue Offenheit sozialer Netzwerke von neuen Nutzungsgewohnheiten der “User” zu mehr Transparenz gezwungen? Ist dialogorientierte Kommunikation überhaupt grundsätzlich ethischer? Erst kürzlich lud der Deutsche Rat für Public Relations die Branche ein, sich an der Ausarbeitung der neuen “Richtlinie zu PR in digitalen Medien und Netzwerken” zu beteiligen. Der Branchen-Input war hingegen eher schwach. Gleichzeitig hat die Ethik-Debatte rund um die Kommunikation im Internet noch eine ganz andere Facette: Während von Unternehmen völlige Absenderklarheit eingefordert wird, sieht man sich dort wiederum nicht selten anonymer Kritik ausgesetzt. Wie eindimensional ist hier also die Kritik an der Kommunikationsbranche?
Der Livestream zur heutigen Podiumsdiskussion ist unter livestream.com/prsh zu finden!
Der PRSH e.V. möchte in seinem dritten “PRSH im Gespräch” am 6.12.2010 im Leibnizhaus Hannover ab 18.00 Uhr daher diesmal unter dem Motto “Wird jetzt alles ethisch(er) – Die PR-Branche nach der Social-Media-Revolution” insbesondere auf drei Aspekte eingehen:
- Fremdbestimmung oder echter Sinneswandel? – Wie ernstgemeint ist die neue Transparenzoffensive?
- „Gläserne Unternehmen“ gegen anonyme Kritiker. Wie eindimensional ist die Ethik-Debatte?
- Dialog für die Kunden, Verbot für die Mitarbeiter? Die Angst vor dem Verlust der Deutungshoheitem>
Unsere Gäste auf dem Podium:

Heiko Kretschmer, Geschäftsführer von Johanssen+Kretschmer, Mitglied im Deutschen Rat für Public Relations, Stellv. Vors. der GPRA und Ethikbeauftrager der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung

Petra Friedlaender – Geschäftsführerin Molthan van Loon Communications Consultants

Prof. Dr. em. Klaus Merten – Geschäftsführender Gesellschafter complus, Akademie für Kommunikationsmanagement; Von 1985 bis zur Emeritierung Inhaber der Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Public Relations an der Universität Münster

Mario Köpers – Executive Director Unternehmenskommunikation TUI Travel, Central Europe; zuvor u.a. Kommunikationschef der Thomas Cook AG
Moderation: Prof. Dr. Wiebke Möhring, Professur für Öffentliche Kommunikation an der FH-Hannover, langjährige Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IJK Hannover und PRSH-Beiratsmitglied
Zum Ablauf:
Einlass im Leibnizhaus ist um 18.00 Uhr. Der PRSH verwöhnt seine Gäste diesmal mit einem Glühwein zur Begrüßung. Start der Diskussion ist 18.30 Uhr. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Über eine Vorabanmeldung freuen wir uns!
Veranstaltungsort:Leibnizhaus Hannover, Holzmarkt 5, 30159 Hannover
Anmeldung:
Der Public Relations Studierende Hannover e.V. freut sich auch beim dritten “PRSH im Gespräch” äußerst spannende Teilnehmer ins Leibnizhaus von Hannover gelockt zu haben. Durch die Teilnahme von Mario Köpers (Executive Director Unternehmenskommunikation Europa Mitte bei der TUI Travel) ist unsere Diskussionsrunde, die am 6.12. ab 18 Uhr im Herzen der Altstadt von Hannover stattfindet, komplett. Das Thema des Abends: “Wird jetzt alles ethisch(er)? – Die PR-Branche nach der Social Media Revolution”. Besonders stolz sind wir darauf, dass auch diesmal durch die Zusammensetzung des Podiums gelungen ist, dass sowohl die Agentur-, die Unternehmens-, als auch die Verbandssichtweise in die Diskussion einfließen können. Neben Mario Köpers nehmen Prof. Dr. Klaus Merten (complus/ Universität Münster), Petra Friedlaender (Molthan van Loon) und Heiko Kretschmer (Johanssen+Kretschmer/ DRPR) an der Veranstaltung teil. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Wiebke Möhring von der FH Hannover, die zugleich Beiratsmitglied des PRSH e.V. ist.
Im ersten Video-Interview berichtete Stefan Keuchel (Google) über die eierlegende Wollmilchsau, den Bewerberansturm bei Google oder aber Cloud-Computing. Im Anschluss an unsere Podiumsdiskussion vom 15.6., auf der der Kommunikationsmanager 2.0 gesucht wurde, beantwortete auch Claudia Sommer (Webmanager Greenpeace) in einem weiteren Interview die Fragen von Rebecca Acar. Themen: Social Media bei NGOs, der beste Job der Welt, die Webstrategie von Greenpeace.
Am 15.6 fand im Leibnizhaus Hannover das zweite “PRSH im Gespräch” statt. Auch diesmal waren wir wieder fleißig in Sachen Interviews unterwegs. Hier also das erste Gespräch von Daniela Wrage mit Stefan Keuchel, Pressesprecher Google Deutschland, über Jobeinstieg bei Google, Cloud Computing und die “bösen” und “guten” Seiten von Google.
Am Dienstag dieser Woche machten wir uns auf die Suche nach dem Kommunikationsmanager 2.0. Ein hochkarätig besetztes Podium, moderiert von Dominik Ruisinger, diskutierte in Hannover über die Herausforderungen für PR-Berater im Social Web.
In einem sind sich die Podiumsgäste einig: Für das Web 2.0 ist Leidenschaft gefragt. „Der Kommunikationsmanager 2.0 sollte wirklich Bock auf das Thema haben“, so der Geschäftsführer von Eyecansee Communications Daniel Görs über die wichtigste Eigenschaft eines Social Web-Managers. Schließlich verschwindet die Grenze zwischen Beruf und Privatleben in diesem Bereich immer mehr. Wenn Stefan Keuchel – alias „frischkopp“ – twittert, nimmt er das nicht als Arbeit war. Nur seine „wife 2.0“ sei davon weniger begeistert, erzählt der Pressesprecher von Google Deutschland. Bei Görs, ehrenamtlicher Leiter des DPRG-Arbeitskreises „Digital Relations/Social Media“, ist das ähnlich: „Ich bin offline, wenn mein Akku alle ist.“ Kurze Zeit später springt er auf und hastet zur Steckdose – sein Handyakku ist alle.
Kommunikationsmanager 2.0 – vielseitig einsetzbar
Bei all dem Hype um Social Media darf die klassische PR-Arbeit jedoch nicht vergessen werden. „Ein Kommunikationsmanager 2.0 braucht gute Kenntnisse in beiden Bereichen. Er muss crossmedial denken und handeln können“, gibt Timo Lommatzsch – Unitleiter Digital Dialogue bei Molthan van Loon – zu bedenken. Zudem sollte er wenigstens Grundkenntnisse im Bereich Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung besitzen. Greenpeace-Webmanagerin Claudia Sommer sieht eine weitere Herausforderung für PR-Fachleute: „Man muss heute viel mehr zuhören als vor einigen Jahren.“ Im Web 2.0 geht es darum, einen persönlichen Dialog zu führen. Wer das authentisch schafft, kann die neuen Tools erfolgreich für sich nutzen.
Vor allem bei der Krisenkommunikation können Kommunikatoren über Twitter und Co schnell reagieren und so auch Zeit gewinnen. Keuchel erzählt aus der Praxis: „Vor wenigen Wochen funktionierte Google Mail nicht. Ich war gerade beim Friseur und habe beim Shampoonieren nochmal bei Twitter reingeschaut“, berichtet Keuchel. „Durch die Tweets anderer User habe ich gemerkt: Da stimmt etwas nicht. Ich habe sofort in der Firma angerufen und erfahren, dass sie bereits an dem Problem arbeiten. Bis das Mail-Programm nach ein paar Stunden wieder funktioniert hat, habe ich meine Follower ständig auf dem Laufenden gehalten. Obwohl die Leute fast einen ganzen Vormittag lang ihre E-Mails nicht abrufen konnte, war das Feedback absolut positiv.“
Natürlich muss nicht jeder PR-Berater im Web 2.0 aktiv sein. Allerdings sollte er mit Begriffen des sozialen Netzes umgehen können und wissen, was sich dahinter verbirgt. Wer sich aber mit Begeisterung auf diesen Bereich spezialisiert, dürfte es bei der Jobsuche nicht schwer haben. „Unter 100 Bewerbungen für Stellen für Social Media ist vielleicht eine dabei, die passt“, meint Sommer. Auch die anderen Podiumsgäste können aus eigener Erfahrung berichten, wie schwer es ist, kompetente Social Media-Manager zu finden. „Wir würden uns über Bewerbungen freuen“, folgt der Aufruf an die im Publikum sitzenden Studenten. Welche beruflichen Herausforderungen gefordert sind, haben die Podiumsgäste während der anderthalbstündigen Diskussion genauer erklärt. Oder, um es kurz und knapp mit den Worten von Stefan Keuchel zu sagen: „Der Kommunikationsmanager 2.0 ist eine eierlegende Wollmilchsau.“
Im Laufe der nächsten Tage werden wir die aufgenommenen Kurzinterviews mit den Podiumsgästen online stellen. Diese können dann hier und in unserem YouTube-Channel angesehen werden.
Sina Petzold, Tobias Köhne und Sascha Nottmeier
Am 15.6 haben wir vom PR Studierende Hannover e.V. zusammen mit Stefan Keuchel (Google), Claudia Sommer (Greenpeace), Daniel Görs (DPRG, Eyecansee) Timo Lommatzsch (Molthan van Loon) und unserem Moderator Dominik Rusinger den Kommunikationsmanager 2.0 gesucht. Per Livestream und Twitter konnten User auch im Social Web dabei sein. Hier die etwas andere Zusammenfassung der Veranstaltung. Es lebe das Microblog!

Wir freuen uns auf Claudia Sommer (Greenpeace), Daniel Görs (DPRG; Eyecansee), Stefan Keuchel (Google) und Timo Lommatzsch (Molthan van Loon), die sich gemeinsam mit Dominik Ruisinger (Online-PR-Dozent, FHH) beim “PRSH im Gespräch” auf die Suche nach dem Kommunikationsmanager 2.0 begeben werden.
Für alle Interessierten versuchen wir ab 18.30 Uhr zudem einen Livestream auf die Beine zu stellen. Wir laden dazu alle herzlich ein unter dem Tag #PRSH der Diskussion im “Netz” zu folgen und auf diesem Wege auch Fragen an unsere Podiumsgäste zu richten. Im Anschluss an die Veranstaltung wird es zudem wieder die gewohnten Interviews mit den Experten geben, die dann im Laufe der Woche auf der Homepage und in unserem YouTube-Channel zu sehen sind.
Wir sind auf Eure und Ihre Fragen sehr gespannt! Livestream mit Chatfunktion: Klick!

Die erste Podiumsdiskussion unseres erst kürzlich gegründeten PRSHVereins zum Thema „CSR als Herausforderung für die Unternehmenskommunikation“ kann als voller Erfolg verbucht werden. Die fast 100 interessierten Zuhörer, der Sektempfang im Foyer und natürlich die Diskussion selbst übertrafen die Erwartungen.
Einen großen Anteil daran hatten unsere Podiumsgäste, die interessante Beiträge zu den einzelnen Facetten von Corporate Social Responsibility liefern konnten. So unterstrich Dr. Gerhard Prätorius, Leiter CSR und Nachhaltigkeit der Volkswagen AG, bereits zu Beginn der Diskussion, dass sich CSR in den vergangenen Jahren zum „Problemlösungsfall“ für Unternehmen entwickelt habe.
Dieser Meinung schloss sich auch Stefan Dahle an, der beim Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft (Imug) als Leiter der CSR-Beratung arbeitet. Er verglich das CSR Verständnis in den USA mit dem heutigen europäischen Verständnis und machte auf die Unterschiede zwischen Charity (USA) und nachhaltigem Wirtschaften (Europa) aufmerksam. Als wichtige journalistische Meinungsführerin und Beobachterin der CSR-Szene in Deutschland bemängelte Heike Leitschuh, dass gerade dieses Verständnis von CSR noch nicht in allen deutschen Unternehmen angekommen sei.
Ein Grund dafür sei, so Eins A Kommunikation- und DPRG-Landesgruppen-Chef Thorsten Windus-Dörr, dass das Thema CSR vor einigen Jahren einfach über viele Unternehmen gekommen sei, ohne dass diese darauf vorbereitet gewesen wären. Er betonte jedoch auch, und dies stellte sich auch bei den Fragen nach der Diskussion noch einmal heraus, dass gerade der Mittelstand bereits lange CSR Maßnahmen durchführen, diese jedoch nicht als solche bezeichnen und kommunizieren würde.
Im Wesentlichen einig war sich das Podium über die Frage, wie stark CSR-Projekte mit dem unternehmerischen Kerngeschäft verknüpft sein müssen, um nicht als „Greenwashing“ tituliert zu werden. Einzig Dr. Gerhard Prätorius machte deutlich, dass es nicht immer so leicht sei, diese Verknüpfung herzustellen.
Nach dieser ersten Verortung von CSR und Nachhaltigkeit wurde die Diskussion von Moderator Andreas Severin (Managing Partner Crossrelations, Düsseldorf) auf die kommunikativen Aspekte von CSR in der Unternehmenskommunikation gelenkt. Stefan Dahle machte hier deutlich, dass schlicht zu oft über Dinge kommuniziert wird, die in der Realität nicht stattfänden. „Die Kommunikation muss der CSR-Performance des Unternehmens angepasst sein“, so Dahle weiter. Außerdem müsse CSR-Kommunikation transparent und reflektiv sein. Insbesondere selbstkritische Stimmen vermisse er in den Nachhaltigkeitsberichten deutscher Unternehmen. Diesen Punkt unterstrich ebenfalls Heike Leitschuh, die in diesem Zusammenhang auch Verbesserungspotential beim ansonsten vorbildlichen VW-Nachhaltigkeitsbericht ausmachte.
Nach dem Ende des ersten “PRSH im Gespräch” führten Rebecca Acar und Daniela Wrage mit allen vier Gästen Kurzinterviews, die in den kommenden Tagen hier online gestellt werden. Als ersten Vorgeschmack daher nun das erste PRSH-Interview mit Dr. Gerhard Prätorius, dem Leiter CSR Nachhaltigkeit der Volkswagen AG:
Hiermit möchten wir noch einmal unseren Dank an die geladenen Podiumsgäste und natürlich an unseren Moderator Andreas Severin richten. Außerdem geht ein großer Dank an alle Beteiligten, die in Sachen Catering, Dokumentation und sonstigen organisatorischen und technischen Aufgaben so perfekt geholfen haben.
Und hier geht es…
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Zu den PRSH-Interviews (mit Dr. Prätorius, Heike Leitschuh, Thorsten Windus-Dörr, Stefan Dahle)
Greenwashing, alter Wein in neuen Schläuchen, Modethema. Corporate Social Responsibility polarisiert. Die gängigen Trendbarometer führen CSR weiterhin als eines der Topthemen der PR der nächsten Jahre. Inwiefern bei der Kommunikation von CSR ein besonders Handling von Nöten ist, wie viel PR ernsthafte CSR überhaupt benötigt, wie der Professionalisierungsgrad der CSR-Kommunikation in Deutschland aussieht und ob dieses Feld auch Jobpotenzial aufweist, das soll beim ersten “PRSH im Gespräch” am 16.3 in Hannover geklärt werden. Antworten auf diese Fragen und eine anregende Diskussion garantieren unsere Podiumsgäste, für deren Teilnahme wir uns bereits herzlich bedanken:

Dr. Gerhard Prätorius – Leiter CSR und Nachhaltigkeit der Volkswagen AG

Thorsten Windus-Dörr – Geschäftsführer Eins A Kommunikation und DPRG-Landesvors. Nds./Bremen

Stefan Dahle – Leiter CSR-Beratung Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft (Imug)

Heike Leitschuh – Fachjournalistin und Autorin mit Fokus Nachhaltigkeit (u.a ZEIT, FAZ, FR, brandeins)
Moderator: Andreas Severin, Managing Partner der Agentur Crossrelations und FHH-Lehrbeauftragter
Ablauf
Von 18 bis 19 Uhr findet im Foyer der Expo Plaza 12 ein Sektempfang mit Antipasti statt. Ab 19 Uhr beginnt dann die Diskussionsrunde im Studiotheater. Dabei werden die zwei Blöcke “CSR: Zwischen Krisen, Glaubwürdigkeit und Fallstricken“ und „Berufsperspektive CSR & Zukunftspotenziale“ behandelt, ehe abschließend Fragen gestellt werden können. Wir freuen uns über jeden Gast. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.
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