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Das Schumacher-Comeback und die Schwächen in der internen Kommunikation

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Das Formel 1 Comeback von Michael Schumacher beschäftigte fünf Woche lang die Medien, erst spekulativ, dann, als es offiziell war, als „Sensation“, bis zum 24.12. fast ausschließlich positv, auf jeden Fall aber als Sportthema –  bis der Mercedes Betriebsrat in Gestalt von Uwe Werner die Aufmerksamkeit auf die sieben Millionen Euro Jahresgehalt lenkte, die Schumacher angeblich bekommen wird und so das mediale Stimmungsbild teilweise von „Sensations-Comeback“ zu „Das stinkende Comeback“  umschwang.

Was war also schiefgelaufen in der ansonsten einwandfreien Schumacher-Kommunikation?

Es wurde offenbar versäumt, den Deal auch intern ordentlich zu kommunizieren. Schumachers Gehalt und sein Zusammenhang mit dem Arbeiter in deutschen Mercedeswerken, hätte vor allem nach innen besser kommuniziert werden müssen – es gibt nämlich kaum einen. Anders ist nicht erklärbar, warum sich der Mercedes Betriebsrat so kritisch über das Thema äußerte, und zwar öffentlich. Im Grunde hat Mercedes dadurch selbst dafür gesorgt, dass neben all der euphorischen Berichterstattung, die das Thema mit sich brachte, die einzigen kritischen Stimmen zunächst aus dem eigenen Lager kamen und so das bis dahin zu vielleicht 95% positive Bild in der Berichterstattung eine empfindliche Delle bekam. Und das in einer Zeit, in der ohnehin keine anderen Themen in der Öffentlichkeit stattfanden und die Medien dieses „Sensations“-Angebot gerne annahmen. Allein ein scheinbar unzureichendes Zusammenspiel von Mercedes’ Motorsportsparte, dem Verhandlungsführer Ross Brawn, Norbert Haugs Medienauftritten, und der internen Konzernkommunikation standen dem entgegen.

Sicherlich: Die Zahlen hinter dem Deal sind „den Leuten schwer zu vermitteln“, oder „für viele Kollegen unvorstellbar“, wie vom Betriebsrat her zu hören ist. Vielleicht hätte Mercedes gut daran getan, der eigenen Belegschaft vorher zu erklären, wo zum Einen das Geld für das Formel 1 Team Mercedes GP herkommt, nämlich nicht aus dem Gesparten aus den Kürzungen in Sindelfingen, sondern durch den Abschied vom viel teureren Engagement bei McLaren und zum Anderen was der Nutzen ist: Sicher ist es sportlich gesehen attraktiv und gibt dem neugegründeten Team einen ordentlich Startschub, aber vor allem ist das doch eine tolle PR-Maßnahme, die die Marke Mercedes über einen langen Zeitraum positiv bereits in die Medien brachte und weiterhin bringen wird. Vom Image-Gewinn wird Mercedes über Jahre profitieren können. Denn man hat sich mit einem Schlag die enorm lukrative und imagestarke Marke „Michael Schumacher“ eingekauft, die nun auch mit alten Ferrari-Erfolgen für Mercedes stehen wird und so immer der Stern im Zusammenhang mit der zukünftigen Rennfahrerlegende verwoben sein wird.

Schumachers Verpflichtung war und ist also neben einem dicken Versprechen für sportlichen Erfolg vor allem eine erstklassige PR-Maßnahme.

Auch wenn sich vor allem die Online Redaktion der Süddeutschen Zeitung mit drei großen negativen Artikeln in vier Tagen dagegen sträubt und unter dem Titel „Das stinkende Comeback“ Norbert Haug ein „Schönrechnen“ des Medienwertes vorwirft: Wenn dieser sagt, dass medial in den fünf Wochen zwischen 16. November und 24. Dezember in den Medien schon mehr geboten worden sei, als während fünf Wochen einer spannenden Formel 1 Saison, und dass der mediale Gegenwert weltweit schon jetzt leicht ein Hundertfaches der kolportierten sieben Millionen Euro Gehalt darstellte, dann mag das vielleicht etwas übertrieben und vor allem noch schwerer zu überprüfen sein, aber im Prinzip hat er damit Recht.

Währenddessen ging die generelle Gelddiskussion in den letzten sechs Tagen so weit, dass sogar der ausgewiesene Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg/Essen verlauten ließ, Mercedes müsse seine Autos 300€ teurer verkaufen, um Schumacher zu refinanzieren, als ob es zwischen dem Budget des Formel 1 Teams Mercedes GP und der Preisgestaltung von Mercedes PKW irgendeinen direkten Zusammenhang gäbe.

Es wäre interessant zu wissen, ob Norbert Haugs Medienwert-Rechnung noch positiver hätte ausfallen können, wenn der Rennstall Mercedes GP trotz aller Geheimhaltung vielleicht im eigenen Elternhaus für etwas mehr Transparenz gesorgt hätte.  Interne Kommunikation wird schließlich gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten immer wichtiger (gerade wenn auch noch große Investitionen getätigt werden), die dem Großteil der eigenen Mitarbeiter vermutlich überflüssig vorkommen. Und dass das hier der Fall ist, hätte man sicher vorher ahnen können.

Page-Launch: Public Relations Studierende Hannover sind online

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Es ist vollbracht. Seit Weihnachten ist unsere Internetpräsenz prsh.de bzw. pr-studierende.de online. Wir, die Public Relations Studierenden Hannover (PRSH), wollen auf dieser Plattform über unsere Aktivitäten berichten und  Stellung zu aktuellen Geschehnissen in der Kommunikations-Branche beziehen. Gleichzeitig sollen in diesem Blog kompetente Gesprächspartner, sei es in Interviews oder in Gastbeiträgen, zu Wort kommen. Wie man der rechten Menüleiste entnehmen kann, sind wir auch auf Twitter als @PR_Studenten aktiv. Fragen zu unserem Vorhaben und unseren Meinungen stellen wir uns ebenfalls gerne unter formspring.me.

PRSH

Mit unserem Engagement wollen wir nicht zuletzt etwas für uns selbst und unsere Studiengänge in Hannover tun. Unsere kleine Projektwolke zeigt, was wir uns derzeit alles an Betätigungsfeldern vorstellen. Unserem Verein, der sich gerade im Gründungsprozess befindet, liegt die Überzeugung zu Grunde, dass mit studentischem Engagement nicht nur das Studium bereichert werden kann, sondern auch eine Verknüpfung mit der PR-Branche vollzogen werden sollte. Insofern wollen wir gerade mit Diskussionsrunden, Exkursionen und Kongressteilnahmen diesen Austausch herbeiführen.

Über den Fortgang unserer Aktivitäten werden wir in Zukunft über diese Homepage informieren. Unternehmen, die unsere ehrenamtliche Arbeit als unterstützenswert empfinden, sind herzlich eingeladen mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir sind über jedes Feedback zur Seite und unseren Vorstellungen oder einen Blogroll-Austausch dankbar, wünschen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und freuen uns über einen regen Austausch. Unser Dank gilt an dieser Stelle auch der Fachhochschule Hannover und dem Fachbereich Public Relations für die konstruktive Unterstützung.

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