Ein Interview mit Vivien Marie Rudek über ihre Erfahrungen mit dem PRSH

“Ich versuche meine Seminare so zu gestalten, dass sie zu einer gemeinsamen Erfahrung werden, die im Kopf bleibt. Wenn Inhalte nicht nur vorgetragen, sondern gemeinsam erlebbar werden, lässt es sich später besser auf diese zurückgreifen.” Von der Studentin zur Dozentin - Welche Erfahrungen Vivien auf ihrem Weg gemacht hat, erfahrt ihr in unserem neuesten Alumni-Interview!

Wann hast du dein Studium abgeschlossen?

Meinen Bachelor Public Relations im Jahr 2016 und den Master Kommunikationsmanagement im Jahr 2019.

Was hast du nach deinem Studium gemacht?

Nach meinem Abschluss habe ich mir einen Sommer lang Zeit genommen, um meiner persönlichen Leidenschaft nachzugehen: Ich habe mein erstes Gedichtbuch selbst verlegt. Im Herbst habe ich dann bei der Kommunikationsagentur pioneer communications angefangen und dort vor allem im Bereich PR, Beratung und Redaktion gearbeitet. Nachdem ich die Agenturwelt kennengelernt hatte, wollte ich Erfahrungen in einem Unternehmen sammeln und bin zu MOGLi Naturkost gewechselt, wo ich als Marketing- und Kommunikationsmanagerin an der strategischen Entwicklung der Marke mitgewirkt habe. Zurzeit bin ich in der Digital- und Kommunikationsagentur Super an der Spree als Beraterin und Konzepterin tätig. Ich betreue hier vor allem Kund:innen aus dem öffentlichen Bereich sowie aus der Wirtschaft im Bereich Nachhaltigkeit. Zudem gebe ich als Lehrbeauftragte zwei Seminare an der Hochschule Hannover: Kreative Kommunikation sowie Presse - und Medienarbeit.

Wie hast du dein Studium empfunden? Was waren rückblickend die besten Erfahrungen für dich?

Wenn ich heute an die Hochschule fahre, um selbst zu unterrichten, denke ich immer gern an meine eigene Studienzeit zurück. Ein Studium im großen Hörsaal mit klassischen Vorlesungen wäre damals nicht mein Ding gewesen: Ich mochte stattdessen sehr, dass wir wenige Studierende waren, dass wir den Raum hatten, uns aktiv am Unterricht zu beteiligen, und dass viele Gruppenarbeiten das Lernen bestimmt haben. Der partizipative und praxisnahe Ansatz hat mir große Freude bereitet und mich motiviert.

Wo hast du damals dein Praktikum absolviert? Hat dich deine Tätigkeit im PRSH dabei weitergebracht?

Mein Praktikum habe ich bei der Kommunikationsagentur achtung! In Hamburg absolviert. Dies stand nicht in Verbindung zum PRSH. Ich habe aber tatsächlich eine Wohnung dank der Lehr- und Lernagentur gefunden: Eine meiner Tutorinnen hat mir eine Zwischenmiete vermittelt.

Wie lange bist du schon Mitglied im PRSH und in welchen Bereichen warst du tätig?

Ich war Mitglied im PRSH und habe damals eigentlich alle Veranstaltungen besucht. Da ich nicht in Hannover gewohnt habe, war ich aber kein besonders aktives Mitglied. Mir war es jedoch wichtig, die Angebote wahrzunehmen — für mich selbst, aber auch zur Unterstützung derer, die sich aktiv engagiert haben. Danke an alle, die das damals so prima übernommen haben! Zusätzliches Engagement für andere finde ich immer bewundernswert und wichtig für das gemeinsame Miteinander.

Was hat dir der PRSH beruflich und persönlich gebracht?

Der PRSH bietet die Möglichkeit, über die Studieninhalte hinaus ein Gefühl für die Praxis zu entwickeln. Ich fand vor allem die Beiträge von Unternehmen und Agenturen bei dem Format „The Pitch“ wertvoll. Die Einblicke in verschiedene Arbeitsalltage haben mir bei der Entscheidung geholfen, wo und wie ich in die Berufswelt einsteigen möchte.

Wie verlief dein bisheriger Berufsweg?

Ich empfinde meinen Lehrauftrag als sehr erfüllend. Das gemeinsame Lernen und Zusammenkommen, der Austausch über Kommunikation und die Möglichkeit, Wissen weiterzugeben, sind wirklich bereichernd. Ich nehme selbst viel von den Studierenden mit und freue mich auch über die Offenheit der Studierenden. Ich versuche meine Seminare so zu gestalten, dass sie zu einer gemeinsamen Erfahrung werden, die im Kopf bleibt. Wenn Inhalte nicht nur vorgetragen, sondern gemeinsam erlebbar werden, lässt es sich später besser auf diese zurückgreifen. Ich freue mich sehr, dass Frau Kunkel und Frau Schach mir die beiden Lehraufträge für Kreative Kommunikation sowie Presse- und Medienarbeit angeboten haben.

Was ist deine persönliche Leidenschaft in der PR?

Ich würde sagen: Kommunikation ist meine große Leidenschaft. Sie ermöglicht es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen, Perspektiven zu verbinden und Veränderungen anzustoßen. Damit ist sie für mich der Schlüssel zu einem guten Miteinander, zur persönlichen Weiterentwicklung, zur beruflichen Zufriedenheit und auch der Schlüssel für erfolgreich agierende Institutionen, Unternehmen, Organisationen, Vereine und mehr. Ob in der PR, im Marketing, der Beratung, der Lehre oder auch der Kunst: Kommunikation kann verbinden und weiterbringen. Als Kommunikatorin versuche ich stets, achtsam mit dieser Verantwortung umzugehen und immer genügend und kritisch zu hinterfragen. Das macht für mich persönlich eine gute Kommunikationsarbeit aus.

Welche Tipps hast du für PR-Studierende / PRSH-Mitglieder?

Folgt euch gegenseitig auf Social Media — manchmal ergeben sich dadurch tolle Chancen. Ansonsten: Verändert immer dann etwas, wenn es sich für euch richtig anfühlt, und habt im Job Mut, Dinge zu hinterfragen.

Bitte beende den folgenden Satz: Der PRSH ist für mich …

… der Raum, unabhängig von Friendships, Studieninhalten oder persönlichen Vorerfahrungen zusammenzukommen — mit Dozierenden, Studis und Personen aus der Praxis. Ob als aktives oder passives Mitglied: Eigentlich kann jede:r immer etwas für sich persönlich mitnehmen und gleichzeitig eine Bereicherung für andere sein.

Danke, dass du uns an deinen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lassen hast, Vivien!

Wenn ihr euch auch im PRSH engagieren möchtet, meldet euch gerne bei uns!

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